Der Handel mit der L'Occitane-Aktie ist bereits seit dem 9. April ausgesetzt. Kommt noch in dieser Woche ein Übernahmeangebot? / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

L'Occitane-Eigentümer könnte 7 Milliarden Euro für Komplettübernahme bieten

Die mögliche Privatisierung des französischen Kosmetikkonzerns L'Occitane scheint konkreter zu werden. Der Geschäftsführer und Hauptaktionär des Unternehmens, der österreichische Milliardär Reinold Geiger, soll ein Angebot im Wert von etwa 7 Milliarden Euro für die ausstehenden Aktien des Konzerns planen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Geiger könnte dem Bericht zufolge noch in dieser Woche ein Angebot von 33 bis 34 Honkong-Dollar (4,22 bis 4,34 Euro) je Aktie vorlegen. Ein Teil der Finanzierung soll vom US-Vermögensverwalter Blackstone in Kooperation mit der Investmentbank Goldman Sachs übernommen werden.

Die Finanzkonzerne halten sich bedeckt

Insgesamt könnte sich das Angebot laut den Bloomberg-Quellen auf umgerechnet rund 7 Milliarden Euro summieren. Die US-Finanzkonzerne könnten davon etwa 1,6 Milliarden Euro bereitstellen.

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Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen, und Details wie Preis und Zeitplan könnten sich noch ändern, so Bloomberg. L'Occitane reagierte laut der Agentur bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Blackstone und Goldman Sachs lehnten nach Angaben von Bloomberg eine Stellungnahme ab.

Eine von Geiger kontrollierte Gesellschaft besitzt aktuell bereits mehr als 70 Prozent von L'Occitane. Ende letzten Jahres hatte es schon einmal Übernahmepläne gegeben, diese hatte Geiger aber wieder auf Eis gelegt. Im Februar hatten dann Berichte über ein Kaufangebot durch Blackstone den Aktienkurs beflügelt.

Der Handel mit L'Occitane-Aktien ist bereits seit dem 9. April in Erwartung einer Ankündigung im Zusammenhang mit einer möglichen Übernahme ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Aktie an der Börse Stuttgart bei 3,41 Euro notiert, womit das Unternehmen auf einen Börsenwert von rund 5,2 Milliarden Euro kommt.

Da der Handel ausgesetzt ist, ist ein Kauf oder Verkauf der L'Occitane-Aktie an der Börse aktuell nicht möglich. Sollte der Handel wieder zugelassen werden, rät ECOreporter von einem Einstieg in die Aktie ab – zu groß sind die Unsicherheiten bezüglich der möglichen Übernahme. Ein Kaufangebot in der erwarteten Spanne von 4,22 bis 4,34 Euro würde deutlich über dem letzten Börsenkurs liegen und wäre nach Einschätzung der Redaktion akzeptabel.

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L'Occitane International SA: 

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