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Maersk erhöht Preise wegen drohender Streiks – Aktie steigt
Die dänische Großreederei Moller-Maersk rechnet mit Streiks in US-Häfen und erhöht ihre Frachtraten, also die Preise für den Transport von Gütern. Die Aktie des Konzerns setzt ihre jüngste Erholung fort.
Das Unternehmen beschloss am Dienstag, einen Zuschlag auf alle Frachtgüter zu erheben, die von und zu Terminals an der US-Ostküste und der Golfküste transportiert werden, um höhere Kosten durch "mögliche Arbeitsunterbrechungen" abzudecken. Maersk geht davon aus, dass die Tarifverhandlungen mit den US-Hafenarbeitern scheitern werden und damit neue Versorgungsunterbrechungen ausgelöst werden.
Streik hätte "erhebliche Auswirkungen" auf Lieferketten
Bis zum 1. Oktober müssen sich die US-Hafenarbeitergewerkschaft und die Reederei auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Doch die Gespräche sind seit Monaten festgefahren.
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Rund 45.000 Hafenarbeiter in allen großen Häfen an der Ost- und Golfküste drohen mit Streik. In den betroffenen Häfen wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg mehr als die Hälfte aller Waren in Containern umgeschlagen, die die USA per Schiff verlassen oder erreichen. Maersk hat erklärt, dass bereits ein einwöchiger Streik in den USA erhebliche Auswirkungen auf die Lieferketten haben und zu Unterbrechungen von vier bis sechs Wochen führen könnte.
Die Verzögerungen in den Häfen würden mit der aktuellen Krise im Roten Meer zusammenfallen. Angriffe von Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe haben den Warentransport über diesen Seeweg praktisch zum Erliegen gebracht. Auch das hat die Frachtraten bereits steigen lassen, laut Maersk nehmen die Störungen weiter zu. ECOreporter hatte zuletzt hier berichtet.
Die Maersk-Aktie schloss am Dienstag im Xetra-Handel 2,4 Prozent im Plus zum Vortag bei einem Preis von 1.499,00 Euro. Auf Monatssicht hat die Aktie 8,5 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 7,3 Prozent im Minus.
Aktie mit Risiken
Wegen der steigenden Frachtraten durch die Krise im Roten Meer hat Maersk seine Ergebniserwartungen für 2024 bereits mehrmals angehoben. Allerdings waren die Frachtraten ursprünglich auch auf sehr niedrigem Niveau erwartet worden. Zum Jahresstart hatte Maersk 2024 sogar einen Nettoverlust für möglich gehalten. In der Corona-Krise lagen die Preise noch deutlich höher.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 7 ist die Aktie derzeit eher niedrig bewertet. Anlegerinnen und Anleger müssen aber mit erhöhten Risiken leben können. In den letzten drei Jahren schwankte die Aktie deutlich und hat 40 Prozent an Wert verloren. In den letzten sechs Monaten stieg der Kurs um 26 Prozent. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 beträgt gute 2,3 Prozent.
A.P. Moller-Maersk A/S Class A: