Maersk bekommt auf einer Ausweichroute Ärger mit dem Wetter. / Foto: Pixabay

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Maersk warnt vor Verzögerungen im Schiffsverkehr – Aktie verliert

Die dänische Reederei Moller-Maersk hat vor extremen Wetterbedingungen an der südafrikanischen Küste gewarnt, Schiffe könnten sich deshalb verspäten. Die Maersk-Aktie rutscht ins Minus.

Starke Winde, hohe Wellen und heftige Regenfälle würden derzeit für Risiken sorgen. Es sei damit zu rechnen, dass Schiffe Schutz suchen oder ihren Kurs ändern, um die betroffenen Gebiete zu meiden, teilte die Reederei mit. Kunden müssten deshalb mit Verspätungen rechnen.

Aktuelle Route ist ein Umweg

Die Probleme betreffen eine Strecke, die die Schiffe überhaupt nur wegen einer anderen Krise fahren. Maersk und andere Reedereien mussten im Dezember auf Routen um das Kap der Guten Hoffnung ausweichen, nachdem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen Containerschiffe im Roten Meer angegriffen hatten.

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Auf der aktuellen Route sind die Schiffe bereits bei normalen Wetterbedingungen länger unterwegs als bei Fahrten durch das Rote Meer. Zusammen mit einer starken Nachfrage hat dies die Frachtraten in die Höhe getrieben, weshalb Maersk Anfang Juni bereits zum zweiten Mal seine Gewinnprognose für das laufende Jahr anhob. ECOreporter berichtete hier.

Die Maersk-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 4,9 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1.534,00 Euro (Stand: 8.7.2024, 10:25 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 4,2 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 3,1 Prozent im Minus.

Weniger Gewinn als im Vorjahr erwartet

Zwar ist Maersk als eine der weltweit größten Reedereien trotz der aktuellen Schwierigkeiten weiterhin gut aufgestellt. Vorsichtige Anlegerinnen und Anleger sollten sich jedoch zurückhalten und die weitere Geschäftsentwicklung des Konzerns abwarten. In diesem Jahr wird Maersk trotz der erhöhten Prognose aktuell selbst im optimistischsten Szenario weniger Gewinn erzielen als 2023, das bereits als "Übergangsjahr" galt. Ursprünglich hatte der Konzern sogar rote Zahlen für möglich gehalten.

Maersk selbst räumt zudem ein, dass die "Unvorhersehbarkeit der Lage am Roten Meer" und die "Unklarheit über das künftige Angebot und die Nachfrage" für starke Unsicherheiten sorgen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 21 ist die Aktie angesichts dieser Unsicherheiten eher hoch bewertet. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 beträgt ordentliche 1,9 Prozent.

Ab Februar 2025 will Maersk zusammen mit Hapag-Lloyd aus Hamburg eine neue Schifffahrtsallianz namens "Gemini Cooperation" bilden. Die Reedereien wollen ihre Kapazitäten damit deutlich erhöhen.

In den vergangenen drei Jahren verlor die Maersk-Aktie unter deutlichen Schwankungen insgesamt 33 Prozent. Auf fünf Jahre betrachtet ist sie 62 Prozent im Plus.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:

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