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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Meyer Burger: Solarunternehmen erhält Großauftrag aus der Schweiz
Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger hat einen Auftrag des größten Schweizer Automobilimporteurs Amag erhalten. Meyer Burger wird künftig die Panels für alle Solaranlagen des Unternehmens liefern, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte.
Meyer Burger unterzeichnete dazu einen Vertrag für eine strategische Zusammenarbeit mit der Amag-Tochter Helion. Der von Amag übernommene Energiedienstleister soll mit Solaranlagen den Strom für die Elektroautos des Konzerns produzieren. Bis 2025 will Amag rund 75.000 Quadratmeter Solaranlagen bauen.
Teurer als die Konkurrenz
Meyer Burger gehöre weltweit zu den Top 3 der Solarmodulhersteller, zitiert die Zeitung "NZZ am Sonntag" Amag-Chef Helmut Ruhl: "Da ist eine Zusammenarbeit nur logisch. Zudem leisten wir damit einen Beitrag, dass die Schweiz und Europa eine Zukunftstechnologie beherrschen."
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Die Solarzellen von Meyer Burger seien zwar rund 10 Prozent teurer als Konkurrenzprodukte aus China, so Ruhl. Dafür lieferten sie aber auch bei schwachem Licht und im Winter besser Strom. Der finanzielle Umfang des Geschäfts wurde nicht genannt.
"Wir fangen klein an, aber auch der Schweizer Markt wird massiv wachsen", sagte Meyer Burger-Chef Gunter Erfurt der Zeitung. Der Marktanteil des Unternehmens in der Schweiz liegt laut dem Medienbericht derzeit bei 10 Prozent.
Am Handelsplatz Lang & Schwarz ist die Meyer Burger-Aktie aktuell 0,3 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 0,39 Euro (Stand: 11.9.2023, 9:54 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 23,8 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 1,8 Prozent im Minus.
ECOreporter ist weiterhin skeptisch, was die Aussichten von Meyer Burger angeht, und rät vom Einstieg in die Aktie ab. Das Unternehmen hat Probleme im Preiskampf mit der asiatischen Konkurrenz, der Verlust im ersten Halbjahr fiel höher aus als erwartet, der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Da das Management in Europa aktuell keine attraktiven Marktbedingungen sieht, will Meyer Burger sich beim Ausbau der Produktion auf die USA konzentrieren.
Pennystock mit unklaren Aussichten
Als sogenannter Pennystock (eine Aktie, die im Cent-Bereich gehandelt wird) ist die Meyer Burger-Aktie zudem anfällig für Spekulationsgeschäfte. Starke Wertschwankungen sind keine Seltenheit.
Investoren aus EU-Ländern müssen außerdem beachten: Wie bei allen Schweizer Wertpapieren ist auch der Kauf und Verkauf von Meyer Burger-Aktien seit Sommer 2019 nur noch über außerbörsliche Handelsplätze möglich und damit umständlicher und unter Umständen auch teurer als der Handel an einer Börse. Grund ist ein Streit zwischen der EU und der Schweiz – mehr dazu erfahren Sie hier.
Lesen Sie auch das ECOreporter-Interview mit Meyer Burger-Chef Gunter Erfurt. Einen Überblick über den Solarsektor erhalten Sie mit dem Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.
Meyer Burger Technology AG: ISIN CH0108503795 / WKN A0YJZX