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Micron kauft taiwanesische Fabrik für 1,8 Milliarden Dollar
Der US-Speicherchip-Hersteller Micron Technology kauft dem taiwanesischen Halbleiterproduzenten PSMC für 1,8 Milliarden US-Dollar eine Fabrik ab. Micron will wegen der hohen Nachfrage seine Kapazitäten ausbauen.
Der Abschluss der Übernahme wird laut Micron für das zweite Quartal 2026 angestrebt, sofern die zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilen. Zuvor hatte es bereits Medienberichte über die Möglichkeit einer Übernahme durch Micron gegeben. Den Kaufpreis will der Konzern offenbar vollständig in bar bezahlen.
KI-Hype treibt die Nachfrage
Nach der Übernahme des Standorts möchte Micron die Anlage technisch ausstatten und dort die Produktion von DRAM-Speicherchips schrittweise hochfahren. Einen spürbaren Beitrag zur DRAM-Fertigung erwartet Micron ab der zweiten Jahreshälfte 2027.
DRAM-Chips verwendet Micron aktuell vor allem für die Herstellung sogenannter HBM-Schaltkreise, die in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) verbaut werden. Die Nachfrage nach solchen Breitbandspeichern übersteigt das Angebot derzeit deutlich – laut Micron sind die Kapazitäten für 2026 bereits vollständig ausverkauft. Das Unternehmen sucht deshalb nach Möglichkeiten, seine Produktion auszubauen.
Im Tradegate-Handel ist die Micron-Aktie aktuell 2,2 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 305,80 Euro (Stand: 19.1.2026, 10:42 Uhr). Seit Mitte 2025 geht es für die Micron-Aktie aufgrund des KI-Hypes steil aufwärts: Auf Monatssicht ist die Aktie 58 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sich der Kurs mit einem Plus von 214 Prozent mehr als verdreifacht.
Micron macht aktuell Rekordgeschäfte, die starken Kursgewinne bergen aber ein hohes Risiko für Rücksetzer. Wie ECOreporter die Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie hier.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu nachhaltigen Chip-Herstellern.
Micron Technology Inc.: ISIN US5951121038 / WKN 869020
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