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Nach Elon Musks Kahlschlag steigt die Kindersterblichkeit
Tesla-Chef Elon Musk hatte als Leiter von Donald Trumps umstrittener Kostensenkungsbehörde Doge maßgeblich dazu beigetragen, die US-Entwicklungshilfe weitestgehend abzuschaffen. Eine der Folgen: Zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert ist die weltweite Kindersterblichkeit gestiegen.
Laut einem Bericht der gemeinnützigen Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates werden in diesem Jahr etwa 4,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben, 200.000 mehr als 2024. Als Hauptgrund nennt die Stiftung die „erheblichen Kürzungen“ in der globalen Entwicklungshilfe. Diese sei in diesem Jahr um knapp 27 Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar zurückgefahren worden. Bleibe es bei diesen Kürzungen, würden bis 2045 etwa 16 Millionen Kinder zusätzlich sterben.
"Eine furchtbare Zeit“
Besonders drastisch haben in diesem Jahr die USA ihre Hilfsleistungen für arme Länder zurückgefahren. Donald Trumps zwischenzeitlicher Vertrauter Elon Musk hatte als Doge-Chef die US-Entwicklungshilfebehörde USAID geschlossen und damit die internationalen Gesundheitshilfen der Vereinigten Staaten um zwei Drittel gekappt. „Wir haben das Wochenende damit verbracht, USAID in den Häcksler zu stecken“, postete Musk Anfang Februar. „Ich hätte stattdessen auch auf einige tolle Partys gehen können.“ Hilfsorganisationen warnten bereits damals davor, dass der abrupte Stopp der Hilfsprogramme für Hunderttausende Menschen den Tod bedeuten könnte.
In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ wies Bill Gates im Mai darauf hin, dass den Entwicklungshelfern von einem auf den anderen Tag unter anderem das Geld für Medikamente gefehlt hätte. „Es ist eine furchtbare Zeit“, sagte Gates der Wirtschaftszeitung. „Am schlimmsten ist es für die Babys: Sie können nicht geimpft werden, viele werden von ihren Müttern mit Aids angesteckt.“
Der neue Bericht der Gates-Stiftung weist allerdings darauf hin, dass auch in anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien Hilfsbudgets gekürzt worden seien, wenn auch nicht so radikal wie in den USA. In Deutschland beispielsweise seien die Ausgaben für Entwicklungshilfe in diesem Jahr um 12 Prozent gesunken. Die Gates-Stiftung fordert, vor allem die Ausgaben für Gesundheitsversorgung umgehend wieder zu erhöhen.
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