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ETF-Test: iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF
Endlich ein Holz- und Forst-ETF! Natur für das eigene Depot - oder? Das englische "Timber" heißt Holz, "Forestry" bedeutet Forstwirtschaft. ECOreporter hat getestet, wie viel grüne Natur wirklich im Portfolio des ETFs steckt. Stimmen Nachhaltigkeit und finanzielle Entwicklung, oder sind Anlegerinnen und Anleger mit dem iShares Global Timber & Forestry ETF auf dem Holzweg?
Anbieter des ETFs ist iShares, eine Tochter des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock aus den USA. BlackRock bemüht sich zwar um ein nachhaltiges Image, aber der Konzern investiert viel Geld in die Bereiche Öl, Gas und Kohle.
Finanzen/Risiko:
Der ETF startete im Oktober 2007. In den letzten zwölf Monaten verlor er 5,9 Prozent. Der weltweite Aktienindex MSCI World legte dagegen um 5,9 Prozent zu. In den letzten fünf Jahren stieg der MSCI World um 94,1 Prozent, der iShares-ETF hingegen nur um 41,2 Prozent.
Die jährlichen Gebühren sind mit 0,65 Prozent für einen ETF vergleichsweise hoch. In den letzten drei Jahren schwankte der Kurs zudem deutlich. Die empfohlene Haltedauer beträgt auch wegen des schmalen Portfolios mindestens sieben, besser zehn Jahre.
Nachhaltigkeitskonzept:
Der ETF investiert weltweit in 26 mittelgroße und große Unternehmen aus der Holz- und Forstwirtschaft. Er bildet einen Index des US-Finanzkonzerns S&P Global nach.
Um in den ETF aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen mindestens 25 Prozent seines Umsatzes in Geschäftsbereichen mit Bezug zur Holz- und Forstwirtschaft machen. Eine niedrige Umsatzschwelle für einen Index, der sich auf genau diese Bereiche ausrichten will. Die Einordnung erfolgt durch S&P Global auf Grundlage eines Klassifizierungssystems des US-Finanzdatenkonzerns FactSet. Zur Holz- und Forstwirtschaft gehören demnach auch etwa Karton- und Papierhersteller.
Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien, damit kritische Investments außen vor bleiben. Weitere Nachhaltigkeitskriterien gibt es nicht.
Ausschlusskriterien:
Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen oder Atomwaffen beteiligt sind oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Auch Hersteller von konventionellen Schusswaffen und Tabakprodukten sind komplett tabu.
Ebenfalls ausgeschlossen sind Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes etwa mit der Stromerzeugung aus Kohle oder der unkonventionellen Förderung von Öl und Gas machen. Unkonventionell meint etwa Bohrungen in der Arktis oder aus Ölsanden.
Am Thema des ETFs zielen diese Ausschlüsse aber vorbei. Obwohl die Anforderungen an Umsätze aus der Holz- und Forstwirtschaft mit 25 Prozent eher niedrig sind, ist nicht zu erwarten, dass solche Unternehmen ihre restlichen Umsätze vor allem etwa mit Waffen oder Ölförderung erzielen. Sinnvoller wären etwa Grenzen für die Verwendung fossiler Energie oder Mindestansprüche bei der Holzzertifizierung.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF:
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