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Nel enttäuscht mit Auftragszahlen – Aktie verliert weiter
Das norwegische Wasserstoffunternehmen Nel hat im ersten Quartal 2024 erneut enttäuscht, vor allem die Auftragslage bleibt schwach. Für die Aktie geht es weiter abwärts.
In den Monaten Januar bis März steigerte Nel seinen Umsatz zum Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent auf 387 Millionen Norwegische Kronen (33 Millionen Euro). Gleichzeitig konnte das Unternehmen den Nettoverlust deutlich von 192 auf 22 Millionen Kronen reduzieren. Das entspricht einem Fehlbetrag von nur noch 0,01 Kronen pro Aktie.
Auftragseingang sinkt
Der rückläufige Verlust geht allerdings zum größten Teil auf einen Einmaleffekt zurück. Eine Vertragsanpassung mit dem amerikanischen Lkw-Hersteller Nikola hatte sich mit 96 Millionen Kronen positiv ausgewirkt.
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Enttäuschend entwickelte sich dagegen der Auftragseingang. Nel verzeichnete im ersten Quartal Bestellungen in Höhe von 459 Millionen Kronen nach 467 Millionen Kronen im Vorjahreszeitraum. Auch der Auftragsbestand lag mit 2,4 Milliarden Kronen (380 Millionen Euro) unter den 2,8 Milliarden Kronen des ersten Quartals 2023.
Zwar will sich das Unternehmen nun verstärkt auf größere Projekte konzentrieren. Nel sagt aber selbst, dass dies zunächst zu Lasten der Profitabilität gehen wird. Schwarze Zahlen sind nach wie vor nicht in Sicht.
Die liquiden Mittel des Konzerns schrumpften im Jahresvergleich von 4,6 auf 3,3 Milliarden Kronen. Damit, so Nel, sei man aber noch für fünf bis sechs weitere Geschäftsjahre nicht auf Kapitalmaßnahmen angewiesen.
Die Nel-Aktie verlor nach Bekanntgabe der Zahlen am Mittwoch rund 10 Prozent an Wert. Aktuell notiert sie im Tradegate-Handel weitere 0,5 Prozent im Minus bei einem Preis von 0,40 Euro (Stand: 18.4.2024, 11:53 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 3,5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 65,6 Prozent an Wert verloren.
Bereits seit Anfang 2021 befindet sich die Nel-Aktie in einem nahezu ununterbrochenen Abwärtstrend, auf Drei-Jahres-Sicht liegt sie rund 85 Prozent im Minus. Für eine Trendwende bräuchte es eine deutliche Verbesserung der Geschäfte – Nel selbst rechnet aber absehbar mit weiteren Schwankungen bei der Auftragslage. Als sogenannter Pennystock mit einem Kurs von unter einem Euro ist die Aktie zudem besonders schwankungsanfällig. ECOreporter rät weiterhin von einem Einstieg ab.
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Nel ASA: ISIN NO0010081235 / WKN A0B733