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Nikola liefert Wasserstoff-LKWs an Handelsriesen Walmart
Der US-amerikanische Elektrolastwagenhersteller Nikola hat nach eigener Aussage einen Elektro-LKW mit Brennstoffzelle an die kanadische Tochter des US-Handelsriesen Walmart geliefert. Der Konzern ist damit laut Nikola der erste Einzelhändler, der ein Wasserstofffahrzeug von Nikola in seine Flotte aufnimmt.
Ursprünglich hatten Walmart und auch der Getränkehersteller Pepsico schon im April Lastwagen von Nikola einkaufen wollen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Damals hatte Nikola allerdings keine Fahrzeuge liefern können. Die Konzerne hatten sich daher an andere Hersteller gewandt.
Bislang 75 Wasserstoff-LKWs ausgeliefert
Nikola hatte im Mai mitgeteilt, dass das Unternehmen im vierten Quartal 2023 und im ersten Quartal 2024 75 Fahrzeuge ausliefern konnte – das waren die ersten zwei Quartale, in denen LKWs mit Wasserstoff-Brennstoffzelle hergestellt wurden. Davon entfielen 35 Fahrzeuge auf das vierte Quartal 2023 und 40 auf das erste Quartal 2024. Auch die Auslieferung der überarbeiteten batterieelektrischen Laster sei am Ende des ersten Quartals abgeschlossen worden. Nikola hatte im Vorjahr sämtliche Fahrzeuge zurückrufen müssen, da defekte Batterien Brände ausgelöst hatten.
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Für das Gesamtjahr 2024 plant das Unternehmen, 300 bis 350 Wasserstoff-LKWs zu verkaufen. Zum Vergleich: 2023 baute Nikola wegen erheblicher Probleme in der Produktion lediglich 138 Fahrzeuge und lieferte nur 114 aus, zu dieser Zeit noch ausschließlich batterieelektrische LKWs.
Die Nikola-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3,3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 8,25 Euro (Stand: 28.6.2024, 9:16 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 47,1 Prozent im Minus, in den letzten drei Jahren hat sie 98 Prozent ihres Werts eingebüßt.
Nikola hat diese Woche einen umgekehrten Aktiensplit im Verhältnis 1:30 durchgeführt. Das heißt, dass Aktionäre für 30 alte Aktien eine neue erhalten haben. Die zuvor im Cent-Bereich gehandelte Aktie ist damit optisch teurer. Der Schritt war zudem nötig, um den Regeln der Notierung an der US-Börse Nasdaq zu entsprechen. Diese schreiben einen Kurs von über 1 US-Dollar vor.
Einen positiven Effekt auf den Börsenkurs hat die Aktienzusammenlegung bislang nicht gehabt, auf Wochensicht hat die Aktie 14 Prozent an Wert eingebüßt. Auch wirtschaftlich steht Nikola schlecht da: Im ersten Quartal stand einem Umsatz von 7,5 Millionen US-Dollar ein Nettoverlust von 148 Millionen Dollar gegenüber. ECOreporter rät seit Börsenstart vom Einstieg in die Nikola-Aktie ab und bleibt bei dieser Einschätzung.
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