Nikola hat eine Warnung von der US-Börse Nasdaq erhalten. / Foto: Nikola

  Nachhaltige Aktien

Nikola könnte Börsenzulassung in den USA verlieren

Die Aktie des US-amerikanischen Elektrofahrzeug-Entwicklers Nikola notiert bereits seit längerer Zeit unter einem US-Dollar. Nun könnte das Unternehmen die Börsenzulassung verlieren.

Die US-Technologiebörse Nasdaq als Nikolas Heimatbörse hat das Unternehmen laut eigener Mitteilung schriftlich verwarnt, dass die Aktie die festgelegten Mindestanforderungen für die weitere Notierung nicht einhält. An der Nasdaq gelistete Wertpapiere müssen einen Mindestaktienkurs von 1,00 US-Dollar einhalten. Ein Verstoß gegen diese Anforderung liegt vor, wenn der Schlusskurs über einen Zeitraum von 30 aufeinanderfolgenden Werktagen niedriger ausfällt.

Viele Schwierigkeiten

Der Kurs der Nikola-Aktie habe nun vor dem Datum des Benachrichtigungsschreibens 30 Tage lang unter dieser Preisgrenze gelegen, heißt es in der Erklärung der Nasdaq. Vorerst hat die Verwarnung aber keine Auswirkungen auf die Notierung des Unternehmens an der Börse.

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Nikola baut Elektro-Lastwagen mit reinem Akkuantrieb und mittlerweile auch mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Allerdings ist die Nachfrage niedrig, und das Unternehmen plagen Probleme – im vergangenen Jahr hatte Nikola alle ausgelieferten Fahrzeuge zurückrufen müssen, weil defekte Batterien Brände ausgelöst hatten.

Der Gründer und ehemalige Chef des Unternehmens, Trevor Milton, wurde Ende 2023 wegen Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hat nach Überzeugung des Gerichts Anlegerinnen und Anleger in der Anfangsphase des Unternehmens über den technologischen Stand bei Nikola getäuscht.

Die Nikola-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,3 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 0,60 Euro (Stand 22.1.2024, 10:07 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 25,9 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich notiert sie 76,5 Prozent im Minus. Seit Börsenstart 2020 ist die Aktie um 98 Prozent eingebrochen.

Nikolas kurze Unternehmensgeschichte ist bereits reich an Schwierigkeiten und Skandalen. Die vollmundigen Versprechen und auch Produktionsziele konnte das Unternehmen bislang nie einhalten. ECOreporter rät seit Börsenstart der Aktie von einem Einstieg ab und tut dies auch weiterhin.

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Nikola Corp.:

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