Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Novo Nordisk investiert in Insulinfabrik – Aktie verliert weiter
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk will seine Produktionskapazitäten für Insulin deutlich erweitern. Dafür plant der ECOreporter-Aktien-Favorit, 158 Millionen US-Dollar in sein Insulinwerk im brasilianischen Montes Claros zu investieren. Außerdem soll ein Solarpark für die Stromversorgung gebaut werden.
In dem brasilianischen Werk produziert Novo Nordisk aktuell nach eigenen Angaben ein Viertel seines weltweiten Insulins. Mit der Investition will der Konzern die Anlage deutlich modernisieren. Geplant sind demnach etwa die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur sowie eine deutliche Verbesserung der Klimabilanz der Produktion.
Zusätzlich zu den Investitionen in die Fabrik plant Novo Nordisk für 40 Millionen Dollar den Bau eines Solarparks. Dieser soll in Partnerschaft mit dem brasilianischen Energieversorger Eletron Energy entstehen und 100 Prozent des Stromverbrauchs der Insulinfabrik decken. Der Park soll 2025 in Betrieb gehen.
Warum verliert die Novo Nordisk-Aktie an Wert?
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Die Novo Nordisk-Aktie ist im frühen Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 104,50 Euro (Stand: 7.10.2024, 8:54 Uhr). Seit einigen Wochen steht die Aktie verstärkt unter Druck, im Monatsvergleich hat sie 12,1 Prozent an Wert eingebüßt. Auf Jahressicht steht aber weiter ein Kursplus von 20,4 Prozent zu Buche.
Novo Nordisk erzielt aktuell gewaltige Erfolge mit den Medikamenten Wegovy und Ozempic zur Reduzierung von krankhaftem Übergewicht (Adipositas). Der Konzern verdient mit den beiden Medikamenten Milliarden, der Börsenkurs hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Auf fünf Jahre betrachtet hat die Aktie knapp 350 Prozent an Wert gewonnen.
Allerdings wächst der Konkurrenzdruck, weil auch andere Hersteller in den Markt für Abnehm-Medikamente drängen. Aktuell erobert Eli Lilly aus den USA, auch im klassischen Insulingeschäft der größte Konkurrent für Novo Nordisk, mit dem Medikament Mounjaro Marktanteile. Auch der Schweizer Pharmakonzern Roche arbeitet an eigenen Mitteln zur Gewichtsreduzierung.
Hinzu kommt bei Novo Nordisk insbesondere in den USA eine Diskussion über die hohen Preise für Wegovy und Ozempic. Zuletzt musste sich Konzernchef Lars Fruergaard Jorgensen deshalb einem Ausschuss des US-Senats stellen. Die Preise für Ozempic dürften in Verhandlungen mit dem Medicare-Programm der US-Regierung einer Preissenkung unterzogen werden. ECOreporter berichtete hier.
Rücksetzer können Kaufgelegenheiten schaffen
Die Novo Nordisk-Aktie notiert weiterhin auf historisch hohem Niveau. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 beträgt aktuell noch immer 35, trotz der ebenfalls stark gestiegenen Gewinne. Die Redaktion rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern daher schon länger nicht zum Neueinstieg.
Kursrücksetzer sind bei einem derart hohen Bewertungsniveau keine Überraschung und können nach den hohen Zugewinnen der jüngeren Vergangenheit als gesund betrachtet werden. Eventuell können sie sogar wieder Einstiegsgelegenheiten schaffen. Solche sieht ECOreporter aktuell aber erst ab einem Preis von etwa 90 Euro.
Novo Nordisk ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.
Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen und Nachhaltige Gesundheitsaktien: Wo sich jetzt der Einstieg auszahlen kann
Novo Nordisk A/S: ISIN DK0062498333 / WKN A3EU6F