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Pfandspezialist Tomra mit gemischten Zahlen im zweiten Quartal
Der norwegische Sortiermaschinenbauer Tomra hat im zweiten Quartal 2025 in einem angespannten Markt einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die verschiedenen Geschäftsbereiche entwickelten sich allerdings sehr unterschiedlich.
Der Umsatz von Tomra sank im abgelaufenen Quartal um 2 Prozent auf 325 Millionen Euro. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht verfehlt. Dabei gab es "große Unterschiede in der Marktdynamik zwischen unseren drei Geschäftsbereichen", wie das Unternehmen erklärte.
Pfandsysteme starten in neuen Ländern
Während die Sparte "Recycling" auf Vorjahresniveau stagnierte, wuchs das Segment "Food", in dem der Konzern etwa Sortiermaschinen für Obst und Gemüse anbietet, um 15 Prozent. Rückläufig entwickelte sich hingegen das "Collection"-Geschäft, zu dem Pfandrücknahmesysteme gehören. Hier bereitet der Konzern sich aktuell auf einen Start in Polen und Portugal für Ende 2025 beziehungsweise im Laufe des Jahres 2026 vor, spürt aktuell aber eine Marktschwäche. Zudem war das Segment im Vorjahresquartal stark gelaufen.
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Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) lag mit 44 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie betrug wie 2024 0,08 Euro. Damit lag das Unternehmen im Rahmen der Analysten-Erwartungen.
Auch die Auftragslage entwickelte sich sehr unterschiedlich. Die Zahl der Bestellungen in der Sparte "Recycling" ging um fast 40 Prozent auf 41 Millionen Euro zurück. Makroökonomische und zollpolitische Unsicherheiten führten laut Tomra dazu, dass neue Aufträge aufgeschoben wurden. Im Bereich "Food" hingegen stieg der Auftragseingang um 28 Prozent auf einen Rekordwert von 106 Millionen Euro.
Die Tomra-Aktie ist im Tradegate-Handel nach Präsentation der Zahlen aktuell 5,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 12,70 Euro (Stand: 17.7.2025, 10:42 Uhr). Auf Monatssicht verlor die Aktie 9,9 Prozent an Wert, im Jahresvergleich stieg sie um 3,4 Prozent.
Der Aktienkurs von Tomra bewegt sich seit 2024 mit einigen Schwankungen in erster Linie seitwärts. Auf fünf Jahre gesehen ist die Aktie 26 Prozent im Minus.
ECOreporter sieht Potenzial bei der Aktie, insbesondere im Pfandgeschäft dürften die Umsätze mittelfristig steigen. Allerdings brauchen Anlegerinnen und Anleger wohl Geduld bei der Aktie – und das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 35 für 2025 hoch. Für 2026 liegt es bei moderateren 24. Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2025 liegt bei ordentlichen 1,5 Prozent.
Tomra Systems ASA: ISIN NO0012470089 / WKN A3DHA0
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