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Plug Power: Aktie gewinnt 6 % – deutscher Autobauer treibt den Kurs
BMW will in Kooperation mit Toyota bis 2028 ein Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle (FCEV) auf den Markt bringen. An der Börse macht das Hoffnung auf bessere Geschäfte bei Plug Power. Die Aktie des US-Wasserstoffunternehmens legt deutlich zu.
Laut BMW ist geplant, "ein bestehendes BMW-Modell" zusätzlich in einer wasserstoffbetriebenen Variante anzubieten, die Brennstoffzellen werden von Toyota kommen. Der Start der Serienfertigung ist für 2028 vorgesehen. Die Zusammenarbeit bei Einkauf und Entwicklung soll für große Stückzahlen sorgen und damit die Kosten niedrig halten.
Plug Power setzt auf Wasserstoff für Autos
Die zweijährige Erprobung einer Kleinserie des Wasserstoff-BMW iX5 Hydrogen mit Kunden in Asien, Amerika und Europa habe gezeigt, dass die Technik sehr robust, einsatzbereit und serienreif sei, so BMW-Chef Oliver Zipse. Die Pläne sollen "eine neue Ära mit erheblicher Nachfrage nach Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen einläuten". BMW möchte angesichts knapper Batterierohstoffe und weiter lückenhafter E-Ladenetze nicht nur auf batteriebetriebene Elektroautos setzen.
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Plug Power wiederum will der weltweit größte Hersteller von Flüssigwasserstoff für den Einsatz in wasserstoffbetriebenen Autos werden. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit betont, weiter Potenzial für den Wasserstoffantrieb bei Fahrzeugen zu sehen.
Dass mit BMW nun ein großer Autobauer auf Wasserstoffautos setzt, scheint Investoren auch optimistischer für künftige Geschäfte von Plug Power zu machen. Die Aktie gewann an der Heimatbörse Nasdaq am Montag 6,2 Prozent. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel 0,3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1,55 Euro (Stand: 10.10.2024, 9:22 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 13,7 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich ist der Kurs um 79,2 Prozent abgestürzt.
Plug Powers finanzielle Situation bleibt angespannt: Bei dem Unternehmen standen zum Ende des zweiten Quartals 62 Millionen US-Dollar an Barmitteln rund 810 Millionen Dollar an kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber. Ende 2023 hatte das Management eine Warnung herausgegeben, dass die Fortführung des Geschäfts gefährdet sei.
Hohe Schulden und unklarer Ausblick
Diese Gefahr soll durch eine Kapitalerhöhung und dank eines Darlehens des US-Energieministeriums über 1,6 Milliarden Dollar vorerst abgewendet sein. Ein hochrangiger Republikaner fordert allerdings eine Überprüfung des Darlehens, mehr dazu lesen Sie hier. Ob es zu dieser Prüfung kommt, ist aktuell unklar.
Ende Juli kündigte Plug Power eine weitere Kapitalerhöhung an, was den Kurs stark belastete. Das Unternehmen schreibt unverändert rote Zahlen, und der Verlust ist deutlich höher als der Umsatz. Auch ist unklar, inwieweit der Konzern seine engagierten Ziele beim Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur umsetzen kann, das gilt auch für mögliche Wasserstoff-Tankstellen. Vor diesem Hintergrund ist die Erwartung besserer Geschäfte in vier Jahren für ECOreporter kein Grund für neues Vertrauen in die Aktie. Die Redaktion rät von einem Einstieg ab.
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Plug Power Inc.: ISIN US72919P2020 / WKN A1JA81