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Plug Power erzielt weniger Umsatz und senkt Prognose
Das US-Wasserstoffunternehmen Plug Power hat im dritten Quartal 2024 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Den Verlust reduzierte der Konzern zwar, gleichzeitig senkte Plug Power aber seine Prognose. Am Finanzmarkt sorgten die Zahlen für Enttäuschung, auch der Wahlsieg von Donald Trump beunruhigt Investoren.
Zwischen Juli und September erwirtschaftete Plug Power einen Umsatz von rund 174 Millionen US-Dollar, knapp 13 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen verfehlte damit die Erwartungen deutlich, Analysten hatten nach Umfragen der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt mit einem Umsatz von 210 Millionen Dollar gerechnet. In den ersten neun Monaten 2024 hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 252 Millionen Dollar mehr als halbiert.
Umsatzprognose gesenkt
Den operativen Verlust konnte Plug Power im dritten Quartal um 21 Prozent auf 216 Millionen Dollar reduzieren. Netto sank der Verlust zwischen Juli und September um knapp 26 Prozent auf 211 Millionen Dollar. In den ersten neun Monaten stieg das Minus im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 6 Prozent auf 769 Millionen Dollar.
Die Plug Power-Aktie hat sich ECOreporter im Premium-Bereich näher angesehen. Lesen Sie auch unser Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien.
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Plug Power senkte zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2024. Das Unternehmen rechnet nun mit Erlösen zwischen 700 und 800 Millionen Dollar, zuvor waren 825 bis 925 Millionen Dollar erwartet worden. Auch den Ausblick für 2025 senkte das Unternehmen: von ursprünglich 1,5 Milliarden US-Dollar auf 850 bis 950 Millionen Dollar.
Plug Power-Chef Andy Marsh bekräftigte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bei der Vorstellung der Zahlen gegenüber Analysten, dass der Abschluss einer 1,7 Milliarden Dollar schweren Kreditgarantie mit dem US-Energieministerium noch vor dem Amtsantritt von Donald Trump erfolgen soll. "Wir haben einen klaren Weg, um diese Vereinbarung vor dem Regierungswechsel abzuschließen", so Marsh.
Der US-Kredit bedeutet dringend benötigtes Kapital für das Unternehmen. Ende 2023 hatte das Management gewarnt, dass die Fortführung des Geschäfts gefährdet sei. Mit dem Milliarden-Darlehen sieht Plug Power die Gefahr einer Pleite vorerst abgewendet. Ein hochrangiger Republikaner fordert allerdings eine Überprüfung des Darlehens, mehr dazu lesen Sie hier. Ob es zu dieser Prüfung kommt, ist aktuell unklar. Marsh erklärte laut Bloomberg, er gehe davon aus, dass die Trump-Regierung die Unterstützung für Wasserstoff fortsetzen werde.
Unsicherheitsfaktor Trump
Die Plug Power-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,5 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1,82 Euro (Stand: 14.11.2024, 9:34 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,4 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 52,2 Prozent an Wert eingebüßt. In den letzten drei Jahren ging es für den Kurs um 95 Prozent abwärts.
Nach der Meldung über den geplanten US-Kredit war der Börsenkurs im Mai deutlich gestiegen, diese Gewinne hat die Aktie mittlerweile aber wieder vollständig abgegeben. Ende Juli kündigte Plug Power eine weitere Kapitalerhöhung an, was den Kurs stark belastete. Vollmundigen Versprechen zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur ließ das Unternehmen bislang praktisch keine Fakten folgen. Die Gewinnzone ist für Plug Power weiterhin nicht in Sicht.
Zudem ist unklar, was die zweite Amtszeit Donald Trumps für die Wasserstoffbranche bedeutet. ECOreporter rät vom Einstieg bei Plug Power ab, auch als Wette scheint die Aktie aktuell nicht attraktiv.
Plug Power Inc.: ISIN US72919P2020 / WKN A1JA81
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