PNE will insbesondere den Bestand seiner Windkraftanlagen an Land deutlich erweitern. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

PNE verkauft US-Geschäft und konzentriert sich auf Wachstum in Europa

Der Cuxhavener Erneuerbare-Energien-Konzern PNE hat sein US-Geschäft an den Investor Lotus Infrastructure Partners aus den Vereinigten Staaten verkauft. Den Verkaufserlös will PNE in den Ausbau seines Anlagenbestands in Europa investieren.

Lotus erwirbt laut PNE sowohl die Gesellschaft PNE USA mit Sitz in Chicago als auch die gesamte Projektpipeline vor Ort. Diese besteht derzeit aus 18 Windenergie-, Photovoltaik und Energiespeicher-Projekten mit einer Gesamtleistung von über 3 Gigawatt (GW) in verschiedenen Entwicklungsphasen.

1,6 Milliarden Euro für den Anlagenbau

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut PNE erfolgte bereits eine Anzahlung – der Großteil der weiteren Zahlungen ist demnach an Projektfortschritte gekoppelt.

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PNE will sich "nun auf das weitere Wachstum als Independent Power Producer (IPP) in Europa konzentrieren", wie der Vorstandsvorsitzende Markus Lesser erklärte. Im Zuge seiner Unternehmensstrategie "Scale up 2.0" plant PNE, bis 2027 mehr als 1,6 Milliarden Euro in das eigene Erzeugungsportfolio sowie neue Märkte und Technologien zu investieren.

Bis 2027 möchte PNE die eigene Stromerzeugungskapazität in Betrieb und in Bau in den Bereichen Windenergie an Land und Photovoltaik auf bis zu 1,5 GW erhöhen. Die Projektpipeline insgesamt soll auf mehr als 20 GW anwachsen.

Die PNE-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 14,86 Euro (Stand: 7.6.2024, 10:56 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 7,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie rund 8 Prozent an Wert gewonnen.

Der PNE-Kurs hat sich in den vergangenen drei Jahren etwa verdoppelt. Auch Projektpipeline und Anlagenbestand wachsen beständig. Dennoch sieht ECOreporter Risiken bei PNE. Im ersten Quartal 2024 sank der Umsatz, und das Unternehmen schreibt rote Zahlen. Analysten rechnen damit, dass der Konzern bis mindestens 2025 in der Verlustzone bleiben wird. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten den weiteren Geschäftsverlauf bei PNE abwarten.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

PNE AG Aktie: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

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