PVA TePla hat deutlich weniger Aufträge erhalten. / Foto: PVA TePla

  Nachhaltige Aktien

PVA TePla steigert Umsatz trotz schwacher Nachfrage, erwartet Aufschwung

Das Technologieunternehmen PVA TePla hat in den ersten neun Monaten 2024 dem schwierigen Branchenumfeld getrotzt und mehr Umsatz erzielt. Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt zwar verhalten aus, der Konzern aus dem hessischen Wettenberg erwartet aber die Wende zum Besseren.

Zwischen Januar und September steigerte PVA den Umsatz im Vorjahresvergleich um rund 4 Prozent auf 198,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um rund 11 Prozent auf 32,4 Millionen Euro an. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 17,8 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es 16,7 Millionen gewesen.

Konzernchefin erwartet deutliche Besserung

PVA spricht von einem "sehr guten Ergebnis in einem herausfordernden Umfeld". Der Konzern hat zudem nach eigener Aussage wichtige Investitionen getätigt, die sich langfristig auszahlen sollen. PVA will demnach verstärkt Geld in Wachstumsmärkte stecken, um sein Geschäft auszubauen.

Eine aktuelle Einschätzung der PVA-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch den ECOreporter-Solaraktien-Überblick und unser Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis fast 3.000 % Plus in 5 Jahren - wo sich der Einstieg noch immer lohnen kann.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Vor allem das Geschäft mit Metrologie-Systemen für die Ultraschallmikroskopie lief laut PVA gut. Dabei geht es um Messtechnik, die zur Qualitätskontrolle und Fehleranalyse etwa bei der Chipfertigung, aber auch in der Medizin eingesetzt wird. Die Gesamtnachfrage schwächelt allerdings, gerade in der Halbleiterbranche.

Der Auftragseingang des neben Messtechnik vor allem auf Vakuum-Technologie spezialisierten Unternehmens sank zuletzt deutlich: Nach den ersten neun Monaten 2024 standen hier 107,2 Millionen Euro zu Buche, fast 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei erhielten beide Konzernsparten – Semiconductor Systems und Industrial Systems – weniger Bestellungen. Im Industrial-Segment beliefert PVA auch die Solarindustrie.

Der Auftragsbestand reiche aber aus, um die Jahresziele zu erreichen, wie der Vorstand erklärte. Der Konzernumsatz und das EBITDA werden sich allerdings "voraussichtlich in der unteren Hälfte der bisher kommunizierten Bandbreiten von 270 bis 290 Millionen Euro beziehungsweise 47 bis 51 Millionen Euro bewegen", so PVA.

Besserung sei allerdings in Sicht, erklärte PVA-Chefin Jalin Ketter: "Im laufenden und in nachfolgenden Quartalen erwartet der Vorstand eine spürbare Belebung der für die PVA TePla-Gruppe relevanten Märkte und damit einhergehend perspektivisch auch deutliche Impulse im Auftragseingang."

Aktie seit Jahren im Sinkflug

An der Börse herrscht Enttäuschung über die verhaltene Jahresprognose. Im Xetra-Handel notiert die PVA-Aktie aktuell 2,1 Prozent im Minus zum Vortag bei 12,44 Euro (13.11.2024, 9:09 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 2,5 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 31,8 Prozent im Minus.

Die Aktie ist in den letzten Jahren nicht gut gelaufen, seit einem Allzeithoch Ende 2021 hat sie 75 Prozent verloren. Ein Aufwärtstrend ist derzeit nicht erkennbar. Zwar hat PVA gerade als Zulieferer der Halbleiterindustrie eine gute Perspektive – viele Chipkonzerne bauen aktuell ihre Produktion gerade in westlichen Ländern aus. Aktuell ist die Aktie aber nur für risikobereite Anlegerinnen und Anleger mit viel Geduld eine Option. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2024 und 2025 jeweils bei moderaten 10.

PVA TePla AG: ISIN DE0007461006 / WKN 746100

(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

Verwandte Artikel

10.09.24
 >
09.03.26
 >
15.08.24
 >
20.03.26
 >
21.05.24
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x