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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Rec Silicon stellt Produktion im US-Bundesstaat Montana ein
Der norwegische Polysiliziumhersteller Rec Silicon wird eine seiner beiden Produktionsanlagen in den Vereinigten Staaten schließen. Nach Angaben des Unternehmens ist der Betrieb des Werks bei den aktuellen Energiekosten zu teuer.
Das Polysilizium-Werk in Butte im US-Bundesstaat Montana beschäftigt rund 300 Menschen und ist einer der größten privaten Arbeitgeber in der Region. Rec Silicon erklärte, die Schließung des Betriebs sei in erster Linie notwendig, da der für die Fabrik benötigte Strom nicht mehr zu vertretbaren Kosten zu beziehen sei.
Wiederaufnahme der Produktion absehbar nicht rentabel
Der Schritt sei Teil der Strategie des Unternehmens, einen langfristig rentablen Betrieb zu gewährleisten. Die Schließung soll den jährlichen Energieverbrauch und die Betriebskosten bei Rec Silicon "erheblich senken".
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Rec Silicon stellt in seiner Anlage in Moses Lake, Washington, Polysilizium für die Solarbranche und in seinem Werk in Butte Polysilizium und Siliziumgas für die Elektronikbranche her. Die Anlagen haben eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20.000 Tonnen Polysilizium.
Die Anlage in Washington nahm die Produktion im November 2023 wieder auf, nachdem sie fünf Jahre stillgestanden hatte. Grund für die Wiedereröffnung war eine zehnjährige Liefervereinbarung für hochreines Polysilizium mit dem südkoreanischen Solarmodulhersteller Hanwha Q Cells.
Das Werk in Montana soll noch etwa sechs bis neun Monate lang produzieren, um die Lieferverpflichtungen gegenüber den Kunden zu erfüllen, so Rec Silicon. Anschließend soll die Belegschaft entsprechend reduziert werden. Weitere Einzelheiten will das Unternehmen noch bekannt geben.
"Die Entscheidung, das Polysiliziumgeschäft in Butte zu schließen, war aus menschlicher Sicht wegen der Auswirkungen auf die Belegschaft sehr schwierig", sagte Rec Silicon-Chef Kurt Levens. "Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um die Rentabilität des Polysiliziumgeschäfts in Butte wiederherzustellen, aber die Prognosen für anhaltend hohe Stromkosten, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, machten diese Entscheidung notwendig."
Viel Konkurrenz aus China
Rec Silicon rechnet kurz- und mittelfristig nicht damit, dass die Strompreise in der Region auf ein Niveau zurückgehen, das einen rentablen Betrieb des Polysiliziumgeschäfts ermöglichen kann. Kurzfristige Maßnahmen wie eine Optimierung der Produktion und Preiserhöhungen könnten aktuell nur noch den Verlust eindämmen.
An der Börse Stuttgart notiert die Rec Silicon-Aktie 3,4 Prozent im Minus zum Vortag bei einem Preis von 1,03 Euro (Stand: 9.2.2024, 10:59 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 14 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 30,8 Prozent an Wert verloren.
Rec Silicon stellt in den USA hochreines Silizium (Polysilizium) her, einen Grundstoff für Solarzellen und Computerchips. Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben unklar, das Unternehmen macht seit Jahren Verluste. Aktuell leidet der Konzern unter einem Überangebot von sehr günstigem Silizium aus China. Aktuell rät ECOreporter vom Einstieg in die Aktie ab.
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Rec Silicon ASA: ISIN NO0010112675 / WKN A0BKK5