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Reederei Maersk warnt Kunden vor neuem US-Hafenstreik
Die dänische Großreederei Moller-Maersk hat ihre Geschäftspartner gebeten, beladene Frachtcontainer in Häfen an der Ost- und Golfküste der USA bis 15. Januar zu leeren und an Maersk zurückzugeben. Hintergrund ist ein drohender Streik.
„Die bedingten Vereinbarungen über die Löhne laufen am 15. Januar aus. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt wird, ist ein küstenweiter Streik am 16. Januar möglich. Die Verhandlungen haben keine neuen Entwicklungen erfahren“, heißt es in einer Mitteilung von Maersk.
Deutlich mehr Lohn, aber es gibt weiterhin offene Fragen
Die Hafenarbeiter-Gewerkschaften International Longshoremen's Association (ILA) und United States Maritime Alliance (USMX) hatten sich im Oktober letzten Jahres mit Maersk auf eine Lohnerhöhung von 62 Prozent über sechs Jahre geeinigt und damit einen dreitägigen Streik beendet.
Jetzt droht jedoch ein weiterer Streik, weil Fragen zur Automatisierung in den Häfen und zur langfristigen Zukunft der Hafenarbeiter nicht geklärt sind. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge kommen die Gespräche nicht voran, und weder die ILA noch die USMX haben angekündigt, vor Mitte Januar an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
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Die Maersk-Aktie ist heute mit einem Minus vom 1,6 Prozent in den Tradegate-Handel gestartet und kostet aktuell 1.587,50 Euro (Stand 2.1.2025, 8:08 Uhr). Nach Rekordgewinnen wegen extrem hoher Frachtpreise in den Corona-Jahren ist der Börsenkurs zwischen Anfang 2022 und März 2024 stark gefallen. Seitdem erholt sich die Aktie, schwankt dabei aber teils deutlich. Auf drei Monate gesehen ist sie 7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 3 Prozent zugelegt. Auf drei Jahre notiert der Kurs 47 Prozent im Minus, auf fünf Jahre 30 Prozent im Plus.
Es bleiben Risiken
Maersk hatte seine Jahresprognose 2024 viermal erhöht, der Konzern profitiert von wieder gestiegenen Frachtraten, seit Huthi-Rebellen den Schiffsverkehr durchs Rote Meer weitestgehend zum Erliegen gebracht haben. Maersk erwartet mittlerweile einen Jahresgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,2 bis 5,7 Milliarden Dollar.
Aber es bleiben Risiken, auch abseits von möglichen Streiks. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass es nach einem Ende der Krise im Roten Meer zu Überkapazitäten auf dem Containermarkt kommen wird – dann dürften die Frachtraten deutlich sinken.
ECOreporter schätzt die Maersk-Aktie weiterhin als mögliches Investment für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger ein, die einen langen Atem mitbringen und kein Problem mit höheren Kursschwankungen haben. Teuer ist die Aktie derzeit nicht: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Bilanzjahr 2024 liegt bei niedrigen 5, die erwartete Dividendenrendite bei hohen 6,5 Prozent. Für 2025, wenn die Gewinne wahrscheinlich wieder sinken, beträgt das erwartete KGV noch vertretbare 21, die erwartete Dividendenrendite 2,1 Prozent.
A.P. Moller-Maersk A/S Class A:
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