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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Scatec: Umsatz und Bauprojekte 2023 auf Rekordniveau
Der norwegische Erneuerbare-Energie-Erzeuger Scatec hat im Geschäftsjahr 2023 nach eigenen Angaben einen Rekordumsatz erzielt. Das lag vor allem am "größten Bauprogramm in der Geschichte des Unternehmens". Zudem gelang die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.
Nach vorläufigen Zahlen konnte Scatec seinen Umsatz auf 12,7 Milliarden Norwegische Kronen (1,1 Milliarden Euro) mehr als verdoppeln. Davon stammten 8,2 Milliarden Kronen (722 Millionen Euro) aus dem Sektor Entwicklung und Bau (D&C), mit einer laut Konzern "starken Bruttomarge" von 12 Prozent.
Bautätigkeiten auf Rekordniveau
Die Anlagen von Scatec produzierten 2023 3,6 Terawattstunden (TWh) saubere Energie ohne Ausfallzeiten und erwirtschafteten ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3,2 Milliarden Kronen (282 Millionen Euro). Unter dem Strich stand für das Gesamtjahr ein Nettogewinn von 1,1 Milliarden Kronen (99 Millionen Euro). 2022 hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 1,2 Milliarden Kronen ausgewiesen.
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"Das Jahr war auch durch das größte Bauprogramm in der Geschichte von Scatec gekennzeichnet", erklärte Scatec-Chef Terje Pilskog. "Wir haben die Ziellinie für Kenhardt in Südafrika, eines der weltweit größten Hybrid-Solar- und Batteriespeicherkraftwerke, überquert und stehen kurz vor der Fertigstellung unserer Bauprojekte in Brasilien und Pakistan."
Im Laufe des Jahres sicherte sich Scatec nach eigenen Angaben 2,7 Milliarden Kronen (238 Millionen Euro) an Wachstumsfinanzierung aus strategischen Transaktionen. So verkaufte der Konzern vier Solarkraftwerke in Südafrika, Mosambik, Argentinien und Ruanda und erhielt 202 Millionen US-Dollar an Fremd- und Eigenkapitalmitteln, um das Wachstum zu beschleunigen.
Scatec sieht einen guten Grundstein für weiteres Wachstum im Jahr 2024 gelegt. Das Unternehmen hat mit den Bauarbeiten für ein 273-Megawatt-Solarprojekt in Südafrika und eine 60-MW-Solaranlage in Botswana begonnen. Der Konzern erhielt außerdem den Zuschlag für ein Batteriespeicherprojekt mit einer Leistung von 103 MW im Rahmen der ersten Ausschreibung für Batteriespeicher in Südafrika.
Die langfristige Nachfrage nach Erneuerbaren Energien wird nach Einschätzung von Scatec stark bleiben. Besonders im Bereich Solarenergie sieht das Unternehmen attraktive Möglichkeiten, da die Preise für Komponenten sinken. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet Scatec eine Stromproduktion von 4,2 bis 4,6 TWh und ein EBITDA von 3,4 bis 3,7 Milliarden Kronen.
Aktie mit hohem Risiko und schwacher Entwicklung
Die Scatec-Aktie ist heute im Tradegate-Handel 1,3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 6,48 Euro (Stand: 26.1.2024, 9:47 Uhr). Auf Monatssicht hat sie 11,5 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 18,6 Prozent im Minus.
Scatec betreibt seine Anlagen vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern, was deutliche Standortrisiken mit sich bringt. Zudem ist das Unternehmen stark von Fremdkapital abhängig, etwa aus Bankkrediten. Diese Kredite sind im Zuge der Zinswende deutlich teurer geworden. Außerdem schwanken die Margen des Unternehmens beträchtlich.
Die Scatec-Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 von 16 aktuell moderat bewertet, die erwartete Dividendenrendite ist mit 0,6 Prozent für 2024 vernachlässigbar. ECOreporter sieht die Aktie nur als Option für sehr risikoaffine Anlegerinnen und Anleger. Der Kurs hat sich zudem nicht gut entwickelt: Seit einem Allzeithoch im Dezember 2020 hat die Aktie durchgehend an Wert verloren, auf fünf Jahre betrachtet ist sie 57 Prozent im Minus.
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Scatec ASA: ISIN NO0010715139 / WKN A12C5D