Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Schwedische Großbank SEB verdient weniger Geld

Die schwedische Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) hat in den letzten Monaten weniger Gewinn erzielt. Die ECOreporter-Favoriten-Aktie legt trotzdem zu.

Die SEB verbuchte im Zeitraum Juli bis September operative Einnahmen in Höhe von 18,7 Milliarden Schwedischen Kronen (1,7 Milliarden Euro). Das entspricht einem Minus von 11 Prozent zum Vorjahr. Der Nettogewinn sank um 7 Prozent auf knapp 9,5 Milliarden Kronen (870 Millionen Euro).

In Schweden schwächelt die Wirtschaft

Die SEB sieht sich mit leicht steigenden Zinseinnahmen und wachsenden Kundeneinlagen grundsätzlich weiterhin gut aufgestellt, leidet eigenen Angaben zufolge aber unter dem schwachen Wirtschafts- und Konsumklima in Schweden. Der Bankvorstand geht allerdings davon aus, dass sich die Aussichten dank einer gelockerten schwedischen Geldpolitik und einer aktiveren Steuerpolitik im nächsten Jahr aufhellen werden.

Ein positives Zeichen für die SEB findet sich bereits in den neuen Geschäftszahlen: Die erwarteten Verluste aus ausfallgefährdeten Krediten sanken im letzten Quartal um 31 Prozent zum Vorquartal auf 203 Millionen Kronen (knapp 19 Millionen Euro).

Die SEB ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie in der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige.

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Die SEB erzielt solide Gewinne, ist robust finanziert und zahlt hohe Dividenden. Die Aktie ist auch nicht teuer, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2025 und 2026 bei 11. Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2025 beträgt 5,3 Prozent. Aus finanzieller Sicht spricht nichts gegen einen Einstieg.

Was nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern Bauchschmerzen bereiten kann: Im Dezember 2021 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Köln die Frankfurter Deutschlandzentrale der SEB wegen möglicher Verwicklungen in illegale Cum-Ex-Geschäfte. Das Finanzamt Frankfurt fordert nach einem damaligen Bericht des "Handelsblatts" von der Bank eine Steuernachzahlung in Höhe von insgesamt 936 Millionen Euro, zuzüglich Zinsen.

Im Februar 2022 erfolgte dann eine Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Frankfurt – mit der Absicht, Beweise für ein Steuerstrafverfahren gegen die SEB zu finden. PwC hat Bilanzen der SEB geprüft. Seitdem ist es ruhig geworden um den Fall, die Ermittlungen dauern an.

ECOreporter wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen und die SEB im großen Stil Steuerbetrug begangen haben, wird die Redaktion die Aktie möglicherweise aus ihrer Favoriten-Liste entfernen.

Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen großen Favoriten-Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.

SEB AB A:  ISIN SE0000148884 / WKN 859768

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