Die SEB ist weiterhin solide aufgestellt. / Foto: SEB

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Schwedische Großbank SEB: Niedriges Zinsniveau drückt Gewinn

Die schwedische Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) hat im ersten Halbjahr 2025 erwartungsgemäß weniger Gewinn erzielt. Grundsätzlich laufen die Geschäfte beim ECOreporter-Aktien-Favoriten weiterhin solide.

Die SEB verbuchte von Januar bis Juni im Tagesgeschäft Einnahmen von 39,4 Milliarden Schwedischen Kronen (3,5 Milliarden Euro), 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Laut der Bank lag das am anhaltenden Rückgang bei den Zinserträgen.

Dividendenrendite bleibt hoch

Das weitere Wachstum des Kredit- und Einlagenvolumens konnte diesen Rückgang teilweise ausgleichen, wie SEB-Chef Johan Torgeby erklärte. Im Investment-Banking sei die Nachfrage in den vergangenen Monaten stetig gestiegen.

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Der Nettogewinn sank im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 16 Milliarden Schwedische Kronen (1,4 Milliarden Euro). Die SEB hat ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt und gibt viel Geld in den Bereichen Technik, Vermögensverwaltung und Privatkundengeschäft aus. Zudem musste das Unternehmen seine Rückstellungen aufstocken.

Die für Banken wichtige harte Kernkapitalquote (CET-1) lag Ende März bei soliden 17,7 Prozent. Ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 2,5 Milliarden Kronen wurde abgeschlossen, am 16. Juli beschloss der Verwaltungsrat ein neues vierteljährliches Rückkaufprogramm in derselben Höhe. Im Gesamtjahr will die SEB für bis zu 10 Milliarden Kronen (910 Millionen Euro) eigene Aktien erwerben.

Die SEB-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,3 Prozent im Minus zum Vortag, der Kurs notiert bei 14,55 Euro (Stand: 16.7.2025, 10:24 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 2,4 Prozent im Minus, auf ein Jahr gesehen legte sie 4,6 Prozent zu.

Die SEB erzielt solide Gewinne, ist robust finanziert und zahlt hohe Dividenden. Die Aktie ist auch nicht teuer, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2025 und 2026 bei 10. Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2025 beträgt 5,7 Prozent. Aus finanzieller Sicht spricht nichts gegen einen Einstieg.

Was nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern Bauchschmerzen bereiten kann: Im Dezember 2021 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Köln die Frankfurter Deutschlandzentrale der SEB wegen möglicher Verwicklungen in illegale Cum-Ex-Geschäfte. Das Finanzamt Frankfurt fordert nach einem damaligen Bericht des "Handelsblatts" von der Bank eine Steuernachzahlung in Höhe von insgesamt 936 Millionen Euro, zuzüglich Zinsen.

Im Februar 2022 erfolgte dann eine Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Frankfurt – mit der Absicht, Beweise für ein Steuerstrafverfahren gegen die SEB zu finden. PwC hat Bilanzen der SEB geprüft. Seitdem ist es ruhig geworden um den Fall, die Ermittlungen dauern an.

ECOreporter wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen und die SEB im großen Stil Steuerbetrug begangen haben, wird die Redaktion die Aktie möglicherweise aus ihrer Favoriten-Liste entfernen.

Die SEB ist aktuell eine ECOreporter-Favoriten-Aktiein der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Porträt der Bank finden Sie hier.

Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen großen Favoriten-Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.

SEB AB A:  ISIN SE0000148884 / WKN 859768

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