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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
SEB macht weniger Gewinn – wie reagiert die Aktie?
Bei der schwedischen Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) ist der Gewinn in den letzten Monaten erwartungsgemäß zurückgegangen. Die Dividendenrendite des ECOreporter-Aktien-Favoriten liegt weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Die SEB verbuchte im ersten Quartal 2025 operative Einnahmen von 19,8 Milliarden Schwedischen Kronen (1,8 Milliarden Euro). Das Minus von 4 Prozent zum Vorjahreszeitraum erklärt die Bank mit geringeren Zinserträgen.
Weil die SEB derzeit viel Geld für Investitionsprogramme in den Bereichen Technik, Vermögensverwaltung und Privatkundengeschäft ausgibt und zudem ihre Rückstellungen aufstocken musste, sank der Nettogewinn um 18 Prozent auf 7,8 Milliarden Kronen (710 Millionen Euro).
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Die für Banken wichtige harte Kernkapitalquote (CET-1) lag Ende März bei soliden 17,5 Prozent. In den nächsten zwölf Monaten will die SEB für bis zu 10 Milliarden Kronen (910 Millionen Euro) eigene Aktien zurückkaufen. Zudem sollen die Dividendenausschüttungen hoch bleiben: Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2025 liegt bei 6,2 Prozent.
Weil Marktbeobachter mit besseren Quartalszahlen gerechnet hatten, ist die SEB-Aktie heute mit einem Minus von 2,1 Prozent und einem Kurs von 13,63 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 29.4.2025, 9:06 Uhr). Die Aktie hat sich in den letzten Jahren trotz einiger Rücksetzer gut entwickelt: Auf zwölf Monate gesehen notiert sie 12 Prozent im Plus, auf fünf Jahre betrachtet hat sie 106 Prozent an Wert gewonnen.
Die Aktie ist niedrig bewertet
Die SEB erzielt solide Gewinne, ist robust finanziert und zahlt hohe Dividenden. Die Aktie ist auch nicht teuer, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2025 bei 10, für 2026 bei 9. Aus finanzieller Sicht spricht nichts gegen einen Einstieg.
Was nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern Bauchschmerzen bereiten kann: Im Dezember 2021 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Köln die Frankfurter Deutschlandzentrale der SEB wegen möglicher Verwicklungen in illegale Cum-Ex-Geschäfte. Das Finanzamt Frankfurt fordert nach einem damaligen Bericht des "Handelsblatts" von der Bank eine Steuernachzahlung in Höhe von insgesamt 936 Millionen Euro, zuzüglich Zinsen. Im Februar 2022 erfolgte dann eine Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Frankfurt – mit der Absicht, Beweise für ein Steuerstrafverfahren gegen die SEB zu finden. PwC hat Bilanzen der SEB geprüft. Seitdem ist es ruhig geworden um den Fall, die Ermittlungen dauern an.
ECOreporter wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen und die SEB im großen Stil Steuerbetrug begangen haben, wird die Redaktion die Aktie möglicherweise aus ihrer Favoriten-Liste entfernen.
Die SEB ist aktuell eine ECOreporter-Favoriten-Aktie in der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Porträt der Bank finden Sie hier.
Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei welchen Favoriten-Aktien sich der Einstieg jetzt lohnen kann.
SEB AB A: ISIN SE0000148884 / WKN 859768
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