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Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Grüner Strom und hohe Dividenden: Welche Yieldco-Aktien eine gute Idee sind
Hohe Dividenden, geringe Risiken und ein Beitrag zur Energiewende: Sogenannte Yieldcos wollen all das bieten. ECOreporter erklärt, was die Besonderheit solcher Unternehmen ist und bei welchen es an der Börse Einstiegschancen gibt.
Der Begriff Yieldco setzt sich aus den englischen Begriffen "Yield" (Ertrag) und "Company" (Firma) zusammen. Verwendet wird er vor allem im angelsächsischen Raum für börsennotierte Firmen, die sich allein auf die Stromproduktion beziehungsweise den Besitz von entsprechenden Anlagen konzentrieren und einen großen Teil ihrer Gewinne an die Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten.
ECOreporter hat besonders interessante börsennotierte Yieldcos herausgesucht und näher betrachtet. Im Fokus stehen bei diesen Firmen Windkraft und Solarenergie – in zwei Fällen gibt es auch noch Erdgasanteile. Yieldcos mit Atomgeschäft wie NextEra Energy aus den USA und Brookfield Renewable Partners aus Kanada bleiben in unserem Überblick aber außen vor.
Folgende Yieldco-Aktien hat ECOreporter auf mögliche Einstiegsmöglichkeiten geprüft:
- Clearway Energy
- Clearvise
- Greencoat Renewables
- Greencoat UK Wind
- Northland Power
Unternehmen, die auf die Erzeugung von grünem Strom spezialisiert sind, gibt es viele, etwa 7C Solarparken aus Bayreuth, PNE aus Cuxhaven oder Ørsted aus Dänemark. Diese Unternehmen sind allerdings keine Yieldcos. Mehr zu ihnen lesen Sie in den zweiteiligen ECOreporter-Überblicken zu Windaktien und zu Solaraktien.
Bei "richtigen" Yieldcos ist der entscheidende Punkt, dass diese Unternehmen nur Anlagen besitzt. Yieldcos planen und bauen die Anlagen aber nicht selbst, meist betreiben sie sie nicht einmal. Oft sind sie Abspaltungen großer Stromversorger. Meist erwerben sie bereits fertiggestellte Kraftwerke.
Einnahmen erzielen die Unternehmen also schlicht durch den Verkauf des grünen Stroms. Also: kein Risiko in der Projektentwicklung, dafür oft garantierte Einspeisevergütungen oder langjährige Verträge mit Großabnehmern (sogenannte Power Purchase Agreements, PPAs). Das ergibt langfristig kalkulierbare Einnahmen – ohne dass langfristig festgeschriebene Preise wegen höherer Kosten beim Anlagenbau zum Problem werden. In Deutschland möchte Clearvise aus Frankfurt zum ersten deutschen Yieldco werden. Das Unternehmen hat sein Geschäft dafür Anfang des Jahres umfangreich umgebaut.
(Fast) nichts außer grünem Strom
Yieldcos sind trotz der hohen Dividenden ganz gewöhnliche Aktiengesellschaften, ohne Steuererleichterungen oder Mindestausschüttungsquoten – anders etwa als die sogenannten REITs, spezielle Immobiliengesellschaften, die mindestens 90 Prozent ihrer Gewinne ausschütten müssen und dafür steuerbefreit sind. Yieldcos bieten ein einziges Produkt an: Strom. Und Strom wird mehr denn je gebraucht. Zudem fallen für ein Yieldco weitere Aufgaben weg, die normalerweise schwierig sind. Der Einkauf etwa. Denn Sonne und Wind gibt es immer noch kostenlos. Wartungsarbeiten und Betrieb können an die Hersteller der Anlagen oder eine Servicegesellschaft ausgelagert werden.
Da die Dividende im Fokus steht, liegt bei der Einschätzung der Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf der erwarteten Dividendenrendite. ECOreporter erklärt diese Kennzahl hier genauer.
Alle hier genannten Aktien sind auch an deutschen Börsen notiert und damit ganz normal handelbar. Ein Problem für deutsche Anlegerinnen und Anleger ist bei einigen Yieldcos (und auch anderen dividendenstarken Aktien) allerdings die Quellensteuer auf Dividendenzahlungen – deren Erstattung im Ausland zu erwirken, ist oft mühselig und klappt manchmal gar nicht. Die EU will das Verfahren vereinfachen und hat neue Richtlinien verabschiedet. Diese treten aber erst 2030 in Kraft. Praktische Ratschläge, wie Sie bei Anträgen auf Erstattung vorgehen können, lesen Sie hier.
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