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solarcomplex: 80 % der neuen Aktien bereits platziert – Fortschritte bei Projekten
An der laufenden Kapitalerhöhung der solarcomplex AG hat sich die Crescere Stiftung Bodensee mit Sitz in Konstanz mit einem sechsstelligen Betrag als Neuaktionärin beteiligt. Damit sind nach Angaben von solarcomplex inzwischen rund 6 Millionen Euro des Emissionsvolumens von bis zu 7,5 Millionen Euro platziert. Das Unternehmen aus Baden-Württemberg plant, das Kapital in die Errichtung weiterer Solarparks und Wärmenetze zu investieren. Aber auch im Windenergiebereich konnte solarcomplex Fortschritte verzeichnen.
Die solarcomplex AG aus Singen in der westlichen Bodensee-Region bietet mit der aktuellen Emission insgesamt 2,5 Millionen Aktien im Nennwert von 1 Euro an, zu je 3,10 Euro für Neuaktionäre und zu 3,00 Euro für Bestandsaktionäre. Für neue Aktionärinnen und Aktionäre beträgt die Mindestzeichnung 2.000 Aktien.
Crescere Stiftung Bodensee ist überzeugt von solarcomplex
Wolfgang Münst ist Stiftungsvorstand der Crescere Stiftung Bodensee und kennt solarcomplex schon lange. Er gehörte den Angaben nach im Jahr 2000 zu den Gründungsgesellschaftern von solarcomplex.
Münst erläutert: "Unser Gründungsstifter Thomas Seger war Elektroingenieur. Er hat sich während seiner aktiven Laufbahn unter anderem mit E-Zugsystemen und Wasserkraft befasst. Er war bereits sehr früh ein Befürworter von nachhaltiger Energiegewinnung mit Photovoltaik, Wasser und Wind und perspektivisch auch der Wasserstoff-Technologie. Deshalb passt eine Beteiligung an solarcomplex sehr gut zu unserer Stiftung und zu unseren Stiftungszielen. Was uns ebenfalls überzeugt, ist, dass solarcomplex nicht börsennotiert ist und ausschließlich regional agiert. So ist das Unternehmen weniger von psychologischen Effekten an der Börse abhängig, und wir wissen ganz konkret, in welche Projekte unser Kapital investiert ist.“
Bene Müller, Vorstand der solarcomplex AG, sagt: „Unsere laufende Kapitalerhöhung ist auf der Zielgeraden, und mit der Zeichnung durch die Crescere Stiftung kommen wir dem erfolgreichen Abschluss deutlich näher. Wir freuen uns sehr, wenn die Idee einer ökologischen Geldanlage in der eigenen Region nicht nur bei Privatpersonen, sondern auch bei Unternehmen und Stiftungen auf fruchtbaren Boden fällt.“
Zuschlag für Windpark und Ausbau von Wärmenetzen
Nach Angaben vom solarcomplex-Vorstand Müller gab es in den letzten zwei Monaten weitere positive Projektentwicklungen in allen drei Geschäftsfeldern Sonne, Wind und Wärme. Zu den wesentlichen Entwicklungen gehören laut Müller:
- Im Geschäftsfeld Windenergie hat solarcomplex den Angaben nach bei der diesjährigen Februar-Ausschreibung der Bundesnetzagentur einen Zuschlag für den Windpark „Brand“ im südlichen Baden-Württemberg erhalten. Der Windpark ist im Dezember 2024 genehmigt worden und soll drei Nordex-Anlagen mit je 6,8 Megawatt Nennleistung umfassen.
- Beim bisher größten Einzelprojekt von solarcomplex, dem Windpark Länge, werden laut Müller aktuell die Fundamente gegossen. Nähere Infos zu dem Windpark erhalten Sie hier.
- Beim Wärmenetz Jungnau sind zwei Meilensteine erreicht worden. Das solarthermische Kollektorfeld ist in Betrieb und liefert Wärme ins Netz. Die ersten Kunden sind angeschlossen und bekommen emissionsfreie Wärme geliefert. Laut Müller sollen bis Jahresende 2025 möglichst alle Kunden angeschlossen sein.
- Für das Wärmenetz Wald ist der neu errichtete Hackschnitzel-Kessel in Betrieb genommen worden. Nach Angaben von solarcomplex gab es in diesem Wärmenetz noch einen relativ hohen Anteil an Spitzenlast aus Erdgas. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde beschlossen, dass auf Erdgas verzichtet werden soll.
ECOreporter hat das Aktienangebot analysiert
Wie sieht die Dividendenpolitik der solarcomplex AG aus? Wie haben sich die Umsatzerlöse, Gewinne und das Anlagevermögen des Unternehmens entwickelt? Wo liegen die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die Emittentin und ihre Aktionärinnen und Aktionäre?