SolarEdge kämpft weiter mit Schwierigkeiten. / Foto: SolarEdge

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SolarEdge: Umsatzeinbruch und rote Zahlen – Prognose lässt Aktie steigen

Der israelische Wechselrichter-Spezialist SolarEdge hat das Jahr 2024 wie erwartet mit einem deutlichen Umsatzrückgang und einem hohen Verlust abgeschlossen. Analysten sehen jedoch insbesondere den positiven Ausblick – die ECOreporter-Favoriten-Aktie legt deutlich zu.

SolarEdge erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von knapp 902 Millionen US-Dollar, verglichen mit etwa 3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Im vierten Quartal sanken die Einnahmen im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 196 Millionen Dollar. Es war der sechste Umsatzrückgang in Folge.

Hohe Abschreibung belastet Ergebnis

Das Unternehmen spürt weiterhin starken Druck, der heftige Preiskampf im Solarsektor und eine infolge hoher Lagerbestände geringe Nachfrage belasten das Geschäft. Der Umsatz von SolarEdge im Solarsegment lag im letzten Jahresviertel bei 189 Millionen Dollar, ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Eine aktuelle ECOreporter-Einschätzung der SolarEdge-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch unsere Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).

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Das Jahresergebnis von SolarEdge wurde vor allem durch einen Milliardenverlust infolge einer Abschreibung auf Lagerbestände im dritten Quartal beeinflusst. ECOreporter berichtete hier. Operativ verzeichnete der Konzern im Gesamtjahr ein Minus von 1,7 Milliarden Dollar, im Vorjahr hatte hier noch ein Plus von 40 Millionen Dollar zu Buche gestanden. Die Bruttomarge lag bei minus 97 Prozent, nach 23,6 Prozent im Vorjahr.

Der Nettoverlust belief sich 2024 auf 1,8 Milliarden Dollar. Im Vorjahr war noch ein schmaler Gewinn von 34 Millionen Dollar verzeichnet worden.

Der Ausblick des Unternehmens für das erste Quartal 2025 fällt jedoch positiv aus. Mit erwarteten Umsätzen zwischen 195 und 215 Millionen Dollar liegt SolarEdge in der Spitze über der mittleren Analystenschätzung von 208 Millionen Dollar.

Zudem konnte das Unternehmen im vierten Quartal wieder einen positiven freien Cashflow erreichen. Das ist die Summe der Barmittel, die einem Unternehmen am Ende einer Periode nach Abzug von Ausgaben und Investitionen zur freien Verfügung stehen.

Die SolarEdge-Aktie gewann im Zuge der positiven Prognose am gestrigen Mittwoch 16 Prozent an Börsenwert. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel zum Vortag weitere 0,5 Prozent im Plus und kostet 18,91 Euro (Stand: 20.2.2025, 11:49 Uhr). Im Monatsvergleich konnte die Aktie damit 51,3 Prozent an Wert gewinnen, auf Jahressicht ist sie allerdings weiter 76 Prozent im Minus. In den letzten drei Jahren ging es für den Kurs 92 Prozent abwärts.

ECOreporter sieht bei SolarEdge grundsätzlich das Potenzial für eine wirtschaftliche Erholung, die Lage dürfte aber vorerst angespannt bleiben. Das Unternehmen fährt einen scharfen Sparkurs und hat bereits mehrere große Entlassungsrunden hinter sich. Die Redaktion rät daher weiterhin zur Vorsicht. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist ein Neueinstieg in die Aktie derzeit keine gute Option. Wer investiert ist, sollte das Papier hingegen nach wie vor eher halten.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

SolarEdge Technologies Ltd.: ISIN US83417M1045 / WKN A14QVM

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