Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Steico bleibt robust – wie entwickelt sich die Aktie?

Der nachhaltige Dämmstoffhersteller Steico aus Feldkirchen bei München hat durchwachsene Geschäftszahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres gemeldet. 2026 rechnet der ECOreporter-Aktien-Favorit mit deutlichem Wachstum.

Steico setzte in den Monaten Januar bis September 291,6 Millionen Euro um. Das sind 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das dritte Quartal blieb leicht hinter den Erwartungen zurück, der Umsatz sank von 100,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 92,5 Millionen Euro.

Die Baubranche erholt sich langsamer als erhofft

Unternehmensangaben zufolge „stabilisiert sich die Baukonjunktur weiter, wenngleich die Dynamik des Aufwärtstrends in einigen Märkten weniger dynamisch ausfällt als erwartet“. Zudem war im Juni eine von Steicos Produktionsanlagen für Holzfaser-Dämmstoffe zwischenzeitlich ausgefallen.

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Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nach den ersten neun Monaten dieses Jahres bei 29,1 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum 2024 betrug das EBIT 47,6 Millionen Euro, allerdings profitierte Steico im letzten Jahr von positiven Sondereffekten etwa aus Währungsabsicherungen. Im Tagesgeschäft konnte das Unternehmen seinen Gewinn im dritten Quartal nach eigenen Angaben weiter steigern.

Steico hat letzte Woche seine Jahresprognose leicht korrigiert. Das Management geht jetzt für 2025 von einem Umsatzanstieg um 1 bis 3 Prozent auf rund 380 bis 388 Millionen Euro aus. Bislang hatte man einen Zuwachs von 3 bis 6 Prozent erwartet. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) grenzte der Konzern seine Prognosespanne auf 30 bis 35 Millionen Euro ein. Zuvor waren es 29 bis 35 Millionen Euro.

Steico zeigt sich optimistisch

Steico verfolgt nach eigenen Angaben „ein umfangreiches Programm zur Effizienzsteigerung, dessen Effekte sich bereits positiv in der Ergebnisentwicklung niederschlagen“. Insgesamt sieht das Unternehmen den Aufwärtstrend der letzten Monate nicht als gefährdet an und geht davon aus, 2026 wieder stärker zu wachsen.

Die Steico-Aktie hat nach der Prognosesenkung an Wert verloren, im Wochenvergleich notiert sie 7 Prozent im Minus. Heute ist sie mit einem Verlust von 3,2 Prozent und einem Kurs von 21,15 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 14.10.2025, 9:04 Uhr). 

Für die Aktie braucht es Geduld

Für die Aktie geht es seit 2021 vor allem abwärts. Seit Dezember 2024 deutet sich eine Erholung auf niedrigem Niveau an, der Kurs schwankt allerdings deutlich. Auf zwölf Monate gesehen ist er um 8 Prozent gefallen, auf drei Jahre notiert er 54 Prozent im Minus.

ECOreporter sieht Steico weiterhin robust aufgestellt. Das Unternehmen erzielt selbst in schwierigen Zeiten ordentliche Gewinne, auch im ersten Halbjahr 2025 lief das Tagesgeschäft stabil. Allerdings hält die Flaute im europäischen Baugewerbe weiterhin an, und zudem ist unklar, was der Mehrheitsaktionär Kingspan auf längere Sicht mit Steico vorhat. Vor diesem Hintergrund erscheint das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie von 17 für 2025 eher hoch. Die Aktie bleibt vorerst ein Investment-Thema für mutige Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem.

Steico ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Einen Überblick zu den Spezialwerten bietet unser Dossier Nachhaltige Favoriten-Aktien: Mit Grünen Spezialwerten langfristig wachsen.

Steico SE: ISIN DE000A0LR936 / WKN A0LR93

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