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Meldungen, Finanzdienstleister
Studie: Die meisten Banken finanzieren weiter Kohlegeschäfte
Viele Banken geben sich nach außen hin gerne grün. Die Realität sieht allerdings leider oft anders aus, wie aus der neuen Studie „Still Banking on Coal“ der Umweltorganisation urgewald hervorgeht.
urgewald hat sich zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen die Geschäftsbeziehungen von 638 Banken aus aller Welt näher angesehen. Das Ergebnis: Nur etwa 140 der Geldhäuser haben ihre Finanzgeschäfte mit der Kohleindustrie seit 2016 deutlich reduziert. 75 Institute unterstützen die klimaschädliche Branche heute sogar stärker als vor acht Jahren.
Hunderte Milliarden für Kohlekonzerne
Insgesamt flossen laut urgewald alleine in den Jahren 2021 bis 2023 470 Milliarden US-Dollar aus dem Bankensektor an Kohlefirmen – teils über die Abwicklung neuer Aktien- und Anleiheangebote, teils über Kredite. 2023 waren es fast 136 Milliarden Dollar – nur 20 Prozent weniger als 2016 und damit deutlich zu viel, um im Einklang mit den Pariser Klimazielen zu stehen, denen sich zahlreiche Banken angeblich verpflichtet fühlen. Die Europäische Zentralbank hatte bereits im Januar darauf hingewiesen, dass neun von zehn Kreditportfolios der von ihr untersuchten Banken nicht zu den Pariser Klimazielen passen würden.
Zu den weltgrößten Kohlefinanzierern zählen urgewald zufolge die US-Banken JP Morgan und Bank of America, die japanischen Institute SMBC, Mitsubishi und Mizuho sowie mehr als 20 chinesische Banken. Größter deutscher Geldgeber ist laut der Studie die Deutsche Bank, gefolgt von der Commerzbank und der LBBW.
Angebote von Banken, die garantiert keine Geschäfte mit der Kohleindustrie machen, finden Sie auf der ECOreporter-Bankenseite.