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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
SunPower einigt sich in Lieferstreit, Aktie gewinnt deutlich
Der US-amerikanische Solaranlagen-Installateur SunPower hat sich in einem Streit mit seinem Zulieferer Maxeon Solar Technologies aus Singapur geeinigt. Am Finanzmarkt fällt die Reaktion zwar positiv aus – doch der Ausblick beim Unternehmen bleibt insgesamt finster.
SunPower und Maxeon gaben in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt, dass sie einen Streit beigelegt hätten. Dabei war es um "angebliche Verstöße gegen Rahmenlieferverträge" gegangen, wie SunPower im August ohne nähere Erläuterung mitgeteilt hatte.
Kursentwicklung ist dunkelrot
Maxeon Solar Technologies ist die ehemalige Solarmodulsparte von SunPower. SunPower hatte die Modulproduktion 2020 in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten. Maxeon verkauft seine Module allerdings noch immer unter dem Markennamen "SunPower Maxeon-Modul".
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Neben der Beilegung des Streits haben sich die beiden Unternehmen darauf geeinigt, dass Maxeon bis Februar nächsten Jahres Solarmodule an SunPower liefern wird. SunPower behält sein Exklusivrecht für den Vertrieb von Produkten der sogenannten M-Serie in den USA bis zum 31. März 2024.
Danach, so die beiden Firmen, wird Maxeon von der Verpflichtung zur Nichtumgehung von SunPower-Händlern entbunden – das heißt, Maxeon darf sich neue Vertriebspartner unabhängig von SunPower suchen. Zudem erhält Maxeon Optionsscheine zum Kauf von SunPower-Stammaktien im Rahmen einer Privatplatzierung. Wie viele Optionsscheine Maxeon kaufen kann und zu welchem Preis, wurde nicht bekannt gegeben.
Für die zuletzt stark gebeutelte SunPower-Aktie ging es im Tradegate-Handel gestern 6,5 Prozent aufwärts. Aktuell ist die Aktie 0,3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 4,29 Euro (Stand: 16.11.2023, 10:18 Uhr). In den letzten Monaten war der Kurs erheblich eingebrochen, auf Jahressicht hat die Aktie 81 Prozent ihres Wertes verloren.
Anfang November war SunPower bei seiner Prognose für das Gesamtjahr noch pessimistischer geworden: Das Management erwartet nun einen Nettoverlust zwischen 165 und 175 Millionen US-Dollar. Zuvor lag die Verlustprognose bei 70 bis 90 Millionen Dollar. Hauptgründe für die schwachen Aussichten sind laut Unternehmen eine geringere Nachfrage und Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten.
Im dritten Quartal war der Umsatz um 8 Prozent auf 432,2 Millionen Dollar gesunken. Damit wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt, die nach Umfragen der Nachrichtenagentur Bloomberg im Durchschnitt mit 456,5 Millionen Dollar gerechnet hatten.
Schwache Quartalszahlen und eine Klage
Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde ein Verlust von 78 Millionen Dollar verzeichnet. Die Analysten hatten einen Gewinn von 24,4 Millionen Dollar erwartet.
Zudem wurde eine US-Sammelklage ("Class Action Lawsuit") gegen SunPower eingereicht. Investoren werfen dem Unternehmen vor, dass es Umsatz- und Bestandskosten ungenau ausgewiesen hat.
SunPower hatte im Oktober Fehler bei der Bilanzierung eingeräumt und erklärt, dass "das Unternehmen im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses vorläufig festgestellt hat, dass der Wert des Konsignationsbestands an Mikro-Wechselrichter-Komponenten an bestimmten Standorten Dritter in einer Größenordnung von etwa 16 bis 20 Millionen US-Dollar zu hoch angesetzt wurde". Der Konsignationsbestand ist ein Bestand, den eine Privatperson, ein Einzelhändler oder ein anderes Unternehmen im Namen des Eigentümers hält und verkauft. Welche Auswirkungen die Fehler und die Klage haben können, ist noch unklar.
ECOreporter rät vom Einstieg in die SunPower-Aktie ab. Die Geschäftsentwicklung hat sich im Laufe des Jahres rapide verschlechtert, es gibt Probleme in vielen Bereichen. Welche Solaraktien die Redaktion derzeit als attraktiv bewertet, erfahren Sie im ECOreporter-Überblick Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.
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