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Sunrun mit weniger Umsatz, Abschreibungen sorgen für hohen Verlust
Das US-Solarunternehmen Sunrun kämpft weiter mit Problemen. Die auf Solaranlagen und Batteriespeicher für Privatkunden spezialisierte Firma verbuchte im letzten Geschäftsjahr einen höheren Verlust, gleichzeitig sank der Umsatz. Die Zahl der Kunden stieg hingegen.
Sunrun verzeichnete 2024 einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar, knapp 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Das lag vor allem an niedrigeren Preisen bei verkauften Solarsystemen (etwa Dachsolaranlagen plus Speicher), deren Zahl sich im Jahresvergleich zudem rund halbierte. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus Kundenverträgen aber um 29 Prozent – die meisten seiner Anlagen vermietet Sunrun für monatliche Gebühren, statt sie zu verkaufen. Die Zahl der Kunden kletterte um 12 Prozent auf knapp 1,1 Millionen.
Leichtes Umsatzplus im vierten Quartal
Der Verlust des Konzerns stieg deutlich von 1,6 auf 2,8 Milliarden Dollar. Dafür waren vor allem Abschreibungen im dritten Quartal in Höhe von 3 Milliarden Dollar verantwortlich. Zudem stiegen die Betriebskosten.
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Im vierten Quartal isoliert betrachtet lief es etwas besser für Sunrun. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 0,4 Prozent auf 518 Millionen Dollar, ohne Berücksichtigung von Abschreibungen blieb ein Gewinn von 361 Millionen Dollar hängen. Allerdings lagen die Einnahmen unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Umsatz von knapp 545 Millionen Dollar gerechnet hatten.
Das Unternehmen selbst stellt vor allem Verbesserungen beim Schuldenabbau in den Vordergrund. So habe man seit März 2024 aus überschüssigen Barmitteln 186 Millionen Dollar an Verbindlichkeiten zurückgezahlt. Vermögenswerten von rund 20 Milliarden Dollar standen zum Jahresende Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 16 Milliarden Dollar gegenüber.
Im nachbörslichen Handel an der Heimatbörse Nasdaq brach der Sunrun-Kurs am gestrigen Donnerstag um 5,7 Prozent ein, aktuell ist die Aktie im Tradegate-Handel 2,1 Prozent im Plus und kostet 7,79 Euro (Stand: 28.2.2025, 9:28 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 14,2 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ging es für den Kurs um 28 Prozent abwärts.
Die Ergebnisse von Sunrun schwankten in den letzten Jahren genauso wie der Börsenkurs. Insgesamt ist die Aktie nicht gut gelaufen, in den letzten fünf Jahren büßte sie 51 Prozent ihres Werts ein. Zudem sorgt US-Präsident Trump derzeit für weitere Unsicherheiten im US-Solarmarkt. ECOreporter rät aktuell vom Einstieg in die Aktie ab.
Auch wenn der Schuldenstand sinkt: Damit Sunrun wieder attraktiv wird, sollten die steigenden Kundenzahlen zu mehr Einnahmen führen, und das Unternehmen muss profitabler werden.
Sunrun Inc.: ISIN US86771W1053 / WKN A14V1T
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