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Taiwan Semiconductor erzielt trotz Auftragsflaute hohe Gewinne
Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor (TSMC) hat in den letzten Monaten bessere Geschäfte gemacht als erwartet. Kann sich ein Kauf der Aktie derzeit lohnen?
Im letzten Berichtsquartal (Juli bis September) setzte TSMC 547 Milliarden New Taiwan Dollar (NTD; 16 Milliarden Euro) um. Das sind knapp 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, aber fast 14 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2023. Der Nettogewinn sank zum Vorjahr um 25 Prozent auf 211 Millionen NTD (6,2 Milliarden Euro), die Nettomarge betrug 38,6 Prozent – weiterhin ein sehr hoher Wert. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 stieg der Gewinn um 16 Prozent. Die Ergebnisse liegen über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.
TSMC leidet in diesem Jahr unter der gesunkenen Nachfrage nach Halbleitern insbesondere für PCs und Mobiltelefone, sieht mittlerweile aber Licht am Horizont: „Wir beobachten erste Anzeichen einer Stabilisierung der Nachfrage in den Computer- und Smartphone-Märkten“, sagte Konzernchef C. C. Wei am Donnerstag in einer Analystenkonferenz. Für 2024 rechnet er mit „einem sehr gesunden Wachstum".
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Die TSMC-Aktie hat gestern nach Bekanntgabe der neuen Zahlen 3,7 Prozent an Wert gewonnen. Heute gibt sie einen Teil der Zuwächse wieder ab, im Tradegate-Handel notiert sie derzeit 2,7 Prozent im Minus bei 85,40 Euro (Stand 20.10.2023, 9:23 Uhr).
TSMC gilt als Technologieführer bei der Chip-Herstellung und dominiert den Weltmarkt für die Auftragsproduktion mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent. Viele Marktbeobachter nehmen die Geschäftsentwicklung des Konzerns als Gradmesser für die Aussichten der gesamten Halbleiterindustrie.
TSMC steht trotz der aktuellen Absatzflaute wirtschaftlich sehr gut da und will mehrere neue Fabriken bauen, neben Taiwan, Japan und den USA auch in Dresden. Mit einer Marktkapitalisierung von 442 Milliarden Euro ist der Konzern nach Nvidia das wertvollste Chip-Unternehmen der Welt. Aber: China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren damit, die Armee einzusetzen, sollte sich Taiwan für unabhängig erklären.
Wegen dieser Gefahr hat die TSMC-Aktie in den letzten Jahren nicht so stark zugelegt wie beispielsweise die Papiere von Nvidia. Langfristig ist sie aber gut gelaufen, auf fünf Jahre gesehen notiert sie 163 Prozent im Plus Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2023 liegt bei vertretbaren 19, für 2024 bei moderaten 16. Eine Kaufchance – aber nur für mutige Anlegerinnen und Anleger, die mit Verlusten rechnen müssen, sollte China in Taiwan einmarschieren.
Welche anderen Halbleiter-Aktien momentan interessant sind, erfahren Sie im ECOreporter-Dossier Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien bieten sich Kaufgelegenheiten.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800