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Tesla-Aktie im Minus: Neue Strafzölle und ein kritischer Investor
Nach den USA verhängt auch Kanada hohe Strafzölle auf chinesische Elektroautos und Rohstoffe aus der Volksrepublik. Die Entscheidung setzt dem US-Autobauer Tesla zu. Und auch ein langjähriger Investor des Konzerns hat weniger Vertrauen.
Die kanadische Regierung hat am Montag angekündigt, Einfuhrzölle von 100 Prozent auf Elektroautos aus China zu erheben. China habe "sich dazu entschieden, sich auf dem globalen Markt einen unfairen Vorteil zu verschaffen", so Kanadas Premierminister Justin Trudeau. Zuvor hatten die USA Zölle in derselben Höhe eingeführt. Gleichzeitig gab Kanada Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium aus der Volksrepublik bekannt.
Investor kritisiert Elon Musk
Die Nachricht setzte dem US-Elektroautobauer Tesla zu. Der Konzern lässt Fahrzeuge für den amerikanischen Markt auch in China produzieren und importiert diese dann. Marktbeobachter befürchten, dass Tesla nun gezwungen sein könnte, diese Autos durch Modelle zu ersetzen, die in teureren US-Werken hergestellt werden.
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Zudem äußerte der langjährige Investor Ross Gerber scharfe Kritik an Tesla und dem umstrittenen Konzernchef Elon Musk. Die optimistischen Prognosen des Unternehmens zu Robotik und selbstfahrenden Fahrzeugen seien "nur ein Ablenkungsmanöver", so Gerber in einem Interview mit dem Portal Yahoo Finance. Der Konzern wolle damit überdecken, dass es ihm "im nächsten und im übernächsten Jahr" nicht gelingen werde, mehr Autos zu verkaufen.
Tesla habe zwar "die besten Produkte der Branche", allerdings mit Musk einen Chef, "der nicht wirklich dort arbeitet, der nicht versucht, die Autos zu verkaufen". Teslas Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) seien hingegen vernachlässigbar, das Interesse etwa an den angekündigten humanoiden Robotern des Konzerns liege bei Null. "Niemand will einen Roboter von Elon Musk. Warum eigentlich? Das Letzte, was ich brauche, ist ein von Elon Musk gebauter Roboter in meinem Haus", so Gerber.
Er habe daher Tesla-Aktien im Wert von rund 60 Millionen US-Dollar verkauft, wie Gerber gegenüber Yahoo Finance erklärte. Damit habe er seinen Anteil an dem Autobauer um die Hälfte reduziert.
Die Tesla-Aktie verlor im Tradegate-Handel am gestrigen Dienstag rund 2 Prozent, aktuell ist sie 0,6 Prozent im Plus (Stand: 28.8.2024, 11:25 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 9,7 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 14,8 Prozent an Wert eingebüßt.
Die Tesla-Aktie schwankte in den letzten Monaten stark. Nach einem Jahreshoch Mitte Juli stürzte der Kurs wieder ab, und seit einer kurzen Erholung Anfang August büßt die Aktie erneut an Wert ein. Die Aussichten sind aktuell unklar, der Autoabsatz schwächelt.
Nach Einschätzung von ECOreporter wird Elon Musk zudem zunehmend zum Geschäfts- und Nachhaltigkeitsrisiko für Tesla. Auch ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie von 116 für 2024 sehr hoch. Die Redaktion rät vom Einstieg ab.
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Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T