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Entscheidung über Tesla-Ausbau in Grünheide nicht vor Herbst
Der US-Elektroautohersteller Tesla muss sich beim geplanten Ausbau seiner Fabrik im brandenburgischen Grünheide weiter gedulden. Das brandenburgische Landesumweltamt teilte mit, dass die erste Entscheidung nicht vor Herbst erwartet wird.
Tesla will die Produktionskapazität der Fabrik von 500.000 auf 1 Million Elektroautos pro Jahr erhöhen. Aktuell ist auch die erste Zielmarke noch nicht erreicht, zuletzt produzierte Tesla 300.000 Fahrzeuge in dem deutschen Werk.
Ausbau der Fabrik ist heftig umstritten
Tesla will eine neue Produktionshalle errichten und auch das Fabrikgelände erweitern. Dabei sollen ein Güterbahnhof und Logistikflächen entstehen. Die Pläne stoßen auf heftigen Widerstand, weil dafür Waldflächen gerodet werden müssen. Zudem gibt es Widerstand, weil die Fabrik in einem Wasserschutzgebiet steht.
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Tesla hat für den Ausbau eine umweltrechtliche Genehmigung beim Land Brandenburg beantragt, die in mehreren Abschnitten erteilt werden soll. Das Landesumweltamt erklärte, für die endgültige Genehmigung seien jedoch weitere umfangreiche und qualitativ hochwertige Unterlagen erforderlich. Ursprünglich hatte Tesla erwartet, die Genehmigung für die erste Phase des Ausbaus zwischen Januar und März 2024 zu erhalten.
Trotz der Verzögerungen kann Tesla bereits mit einigen Bauprojekten beginnen. ECOreporter hatte hier berichtet. Die Genehmigung umfasst eine Logistikfläche für Neuwagen, neue Treppenhäuser und Gebäude für Büro-, Pausen- und Sanitärbereiche.
Ebenfalls verzögern wird sich Teslas sogenanntes Robotaxi, wie der Konzern jetzt offiziell bestätigte. Ursprünglich hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Verschiebung berichtet, ECOreporter griff das Thema hier auf. Das Fahrzeug hätte eigentlich im August präsentiert werden sollen. Wegen noch ausstehender Designänderungen wird daraus allerdings nichts. Ein neues Datum für die Vorstellung wurde noch nicht genannt, Bloomberg hatte von Oktober gesprochen.
Die Tesla-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 235,60 Euro (Stand: 16.7.2024, 10:29 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 35,3 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 7,5 Prozent im Minus.
Wie gut ist die Tesla-Aktie?
Im zweiten Quartal 2024 hat Tesla die Erwartungen am Markt übertroffen, obwohl das Unternehmen im Jahresvergleich weniger Autos ausliefern konnte. Die Tesla-Aktie schwankte nach Jahren des Wachstums in den letzten Monaten deutlich. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 ist mit 116 dennoch sehr hoch und mit der einsetzenden Erholung der Aktie sogar wieder gestiegen. Für 2025 liegt das KGV bei ebenfalls hohen 81. ECOreporter rät vorsichtigen Anlegerinnen und Anlegern weiterhin vom Einstieg ab.
Hinzu kommt, dass Tesla-Chef Elon Musk einen Kauf der Aktie schon länger zur Gewissensfrage macht. Zuletzt wurde bekannt, dass Musk bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November jeden Monat fast 45 Millionen US-Dollar an Donald Trump spenden will. Musk fällt zudem immer wieder durch demokratie- und menschenfeindliche Äußerungen auf, aktuell läuft gegen ihn eine Klage wegen Insider-Handels. Hinzu kommt ein Rechtsstreit um ein milliardenschweres Vergütungspaket für Musk.
Gleichzeitig rollt eine Entlassungswelle durch den Konzern, Berichten zufolge müssen weltweit bis zu 20 Prozent der Belegschaft gehen. In Grünheide sollen rund 400 Menschen betroffen sein. Generell sorgen die Arbeitsbedingungen bei Tesla regelmäßig für Kritik.
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Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T