Tesla hat im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn enttäuscht. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Tesla legt enttäuschende Zahlen vor – Auslieferungsziel bestätigt

Der Elektroautohersteller Tesla hat im dritten Quartal mit niedrigeren Zahlen bei Umsatz und Gewinn enttäuscht. An seinem Auslieferungsziel und dem Start des Elektro-Pickups Cybertruck hält der US-Konzern zwar fest. Die Aktie verliert dennoch deutlich.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz zwischen Juli und September zwar um 9 Prozent auf 23,4 Milliarden US-Dollar, blieb aber hinter den Analystenschätzungen von durchschnittlich gut 24 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn sank um satte 44 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Tesla-Chef Musk steht zur Rabatt-Strategie

Grund für den Gewinneinbruch waren vor allem die erheblichen Rabatte, mit denen Tesla seinen Absatz ankurbeln will. Aufgrund von Fabrikmodernisierungen wurden zudem die Auslieferungen gedrosselt.

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Trotz der Herausforderungen bestätigt Tesla sein Ziel, in diesem Jahr rund 1,8 Millionen Fahrzeuge auszuliefern. Auch an den Rabatten will Tesla-Chef Elon Musk festhalten. Er möchte damit unter anderem steigenden Zinsen entgegenwirken, die den Autoverkauf erschweren könnten. Bis Ende November soll zudem die Produktion des Elektro-Pickups Cybertruck anlaufen.

In den USA sind Pickups extrem populär, weswegen dem Cybertruck auf dem heimischen Markt ein großes Potenzial zugetraut wird. Tesla erwartet, 2025 bis zu 250.000 Cybertrucks pro Jahr bauen zu können. In Deutschland würde das Fahrzeug wegen seiner Größe wahrscheinlich ohne Modifikationen nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Als Reaktion auf die neuen Zahlen ist die Tesla-Aktie im Tradegate-Handel heute 4,7 Prozent im Minus zum Vortag, bei einem Preis von 219,40 Euro (Stand: 19.10.2023, 10:48 Uhr). Im Monatsvergleich verzeichnet die Aktie ein Minus von 9,1 Prozent, auf Jahressicht hat sie 3,5 Prozent eingebüßt.

Aktie klar überhitzt

Mittlerweile sitzt Tesla auch beim Verkauf reiner Elektrofahrzeuge besonders der chinesische Konkurrent BYD im Nacken. Im Gesamtjahr könnte dieser sogar genauso viele Elektroautos verkaufen wie Tesla.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2023 von knapp 90 ist die Tesla-Aktie aus Sicht von ECOreporter deutlich überhitzt, die Redaktion rät von einem Einstieg ab. Die hohe Bewertung liegt auch daran, dass das Unternehmen an der Börse eher als Technologie-Konzern denn als Autobauer behandelt wird – die Redaktion hält das für fragwürdig. Auch das unberechenbare Verhalten von Tesla-Chef Musk bleibt ein Risiko.

Bei welchen E-Auto-Aktien sich derzeit eher ein Kauf anbieten kann, erfahren Sie in unserem Dossier Tesla, BYD, Nio, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.

Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T

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