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Tesla stoppt wegen Zöllen offenbar Produktionspläne
Elon Musk ist einer der treuesten Verbündeten von US-Präsident Donald Trump bei dessen Feldzug gegen die US-Demokratie. Doch jetzt trifft die zerstörerische Zollpolitik aus dem Weißen Haus offenbar den von Musk geführten Elektroautobauer Tesla.
Der Konzern pausiert Importe von Teilen für das geplante Robotaxi Cybercab und den Sattelschlepper Semi, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dadurch wird sich die Massenproduktion der Modelle wohl verzögern. Gerade in das Cybercab setzt Tesla große Hoffnungen.
Musk soll vergeblich um Aussetzen von Zöllen gebeten haben
Tesla soll ursprünglich geplant haben, die zusätzlichen Kosten durch Trumps Sonderzölle aufzufangen, so Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Allerdings hat Trump die Einfuhrabgaben für chinesische Waren von zunächst 34 Prozent auf mittlerweile 145 Prozent hochgestuft.
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Ursprünglich wollte Tesla laut Reuters im Oktober mit der Testproduktion der beiden Fahrzeugmodelle beginnen. Der Start der Massenproduktion war für 2026 geplant. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge hatte Tesla-Chef Musk persönlich an Trump appelliert, die pauschalen neuen Zölle rückgängig zu machen – vergeblich. Tesla reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Tesla leidet aktuell stark unter dem politischen Engagement von Musk. Als Sonderberater von Donald Trump ist er die treibende Kraft hinter den Massenentlassungen im öffentlichen Dienst. Die Verkaufszahlen des Konzerns brachen zuletzt weltweit ein. Neben vielen friedlichen Protesten kam es in den USA und anderen Ländern auch zu gewaltsamen Übergriffen auf Tesla-Fahrzeuge und Autohäuser.
Die Tesla-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 219,05 Euro (Stand: 16.4.2025, 11:47 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 2,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 48 Prozent zugelegt.
Seit Dezember ist der Kurs um 52 Prozent eingebrochen. Auf drei Jahre gesehen notiert die Aktie 31 Prozent im Minus. Von Teslas Schwierigkeiten profitierten in den letzten Monaten vor allem professionelle Leerverkäufer, die auf fallende Aktienkurse setzen.
ECOreporter rät weiter vom Einstieg in die Tesla-Aktie ab. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 112 für 2025 und 76 für 2026 ist sie viel zu teuer. Noch wichtiger ist aus Sicht der Redaktion aber, dass sich Musks Verhalten mit nachhaltigen Grundsätzen nicht vereinbaren lässt. Nachdem sich Musks Unterstützung der Trump-Politik bereits negativ auf die Nachfrage auswirkt, scheint nun auch der Handelskrieg zum Problem für Tesla zu werden.
Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T
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