TSMC erzielt dank des KI-Booms mehr Gewinn. / Foto: Unternehmen

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TSMC profitiert von KI-Boom und macht mehr Gewinn

Der taiwanesische Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat im ersten Quartal 2024 mehr Geld verdient. Vor allem die starke Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz (KI) hat das Wachstum des weltweit größten Auftragsfertigers von Chips beflügelt.

TSMC meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen Anstieg des Nettogewinns um 9 Prozent auf rund 226 Milliarden New Taiwan Dollar (TWD; 6,5 Milliarden Euro). Damit übertraf der Konzern die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ermittelte durchschnittliche Analystenschätzung von 215 Milliarden TWD.

Nvidia neben Apple wichtigster Kunde

Der Umsatz wuchs um rund 17 Prozent auf knapp 593 Milliarden TWD (17 Milliarden Dollar). Analysten gehen laut Bloomberg davon aus, dass die Nachfrage nach Chips für KI-Anwendungen die Auswirkungen des Einbruchs auf dem Smartphone-Markt auszugleichen beginnt. Im Smartphone-Bereich ist die Lage weiterhin angespannt: Apple, dessen Bestellungen 2023 etwa ein Viertel des TSMC-Umsatzes ausmachten, begann das Jahr mit einem starken Rückgang bei iPhone-Verkäufen in China.

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Seit Oktober 2022 hat TSMC rund 340 Milliarden US-Dollar an Marktwert gewonnen, da das Unternehmen zu den Gewinnern des weltweiten KI-Booms gehört. Wichtigster Kunde von TSMC ist neben Apple mittlerweile der US-Chipentwickler Nvidia, der nach Expertenschätzungen 80 Prozent des KI-Chip-Marktes beherrscht.

Anfang des Jahres hat TSMC ein Investitionsbudget von 28 bis 32 Milliarden US-Dollar für 2024 festgelegt. Anfang April wurde bekannt, dass das Unternehmen in den USA Fördergelder in Höhe von 6,6 Milliarden US-Dollar erhält.

TSMC erwartet für 2024 weiterhin ein Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent und eine Erholung des Halbleitermarktes auf breiter Basis. Angesichts der angespannten Weltwirtschaftslage bleiben aber laut Unternehmen Unsicherheiten. Der niederländische Chipmaschinen-Hersteller ASML, der wichtigste High-Tech-Lieferant für TSMC, meldete in dieser Woche überraschend einen Rückgang der Bestellungen um 22 Prozent.

Die TSMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 134,80 Euro (Stand: 18.4.2024, 9:27 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 3,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 67,7 Prozent an Wert gewonnen.

China bleibt größter Risikofaktor

TSMC gilt neben Samsung als Technologieführer in der Halbleiterproduktion. Der Konzern ist ein wichtiger Hersteller der derzeit modernsten Chips mit Strukturbreiten von drei und fünf Nanometern. Je geringer die Strukturbreite, desto mehr Chips passen bei der Herstellung auf einen Silizium-Wafer und desto weniger Strom verbrauchen die einzelnen Chips.

Mit einer Marktkapitalisierung von 662 Milliarden Euro ist TSMC nach Nvidia das wertvollste Chipunternehmen der Welt. Die Aktie entwickelt sich gut, über fünf Jahre hat sie 245 Prozent zugelegt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt dennoch bei moderaten 21.

Der größte Unsicherheitsfaktor für TSMC ist der chinesische Staat. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren mit dem Einsatz der Armee, sollte sich Taiwan für unabhängig erklären. Wirtschaftlich käme Peking eine Invasion Taiwans gelegen: Vor allem im Halbleiterbereich ist Taiwan China weit voraus, ein Unternehmen wie TSMC hätte für die chinesische Regierung einen hohen strategischen Wert. ECOreporter sieht die Aktie daher als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis 1.800 % Plus in fünf Jahren.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800

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