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TSMC reicht Baugenehmigung für 1,4-Nanometer-Fabrik ein
Der taiwanesische Chipfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat laut Medienberichten Ende vergangener Woche Baupläne für eine neue Fabrik in Taiwan eingereicht. Mit dem dort geplanten A14-Prozess sollen Chips noch kleiner werden.
In der neuen Fabrik sollen demnach ab der zweiten Jahreshälfte 2028 Halbleiter mit einer Strukturbreite von 1,4 Nanometern in Massenproduktion hergestellt werden. Je geringer die Strukturbreite, desto leistungsfähiger und energieeffizienter sind Mikrochips. Im kommenden Jahr will TSMC mit der Massenproduktion von 2-Nanometer-Chips als aktuell modernster Halbleitergeneration beginnen.
Erster Blackwell-Chip "Made in USA"
In den Bau der Fabrik sollen schätzungsweise 50 Milliarden US-Dollar fließen, wie die CNA, die nationale Nachrichtenagentur Taiwans, berichtet. Nach dem Hochlaufen der Fertigung erhofft sich TSMC mit dem Werk demnach einen Jahresumsatz von bis zu 16 Milliarden Dollar.
Insgesamt plant TSMC aktuell offenbar vier neue Fabriken. Zwei Werke waren dabei für den A14-Prozess geplant, in zwei weiteren Fabriken sollten auf längere Sicht 1-Nanometer-Chips produziert werden. Allerdings ist die Nachfrage nach A14-Chips laut CNA aktuell so hoch, dass TSMC nun wohl alle vier Fabriken für die 1,4-Nanometer-Fertigung nutzen will. Die 1-Nanometer-Produktion soll an einem anderen Standort, jedoch zunächst nur in einer Fabrik, starten.
TSMC beschleunigt damit offenbar die Expansion im Bereich 1,4 Nanometer, um seine weltweite Führungsposition bei Chip-Technologie der neuesten Generation zu festigen. Insbesondere der südkoreanische Konkurrent Samsung arbeitet mit Hochdruck daran, eine eigene Massenproduktion von 1,4-Nanometer-Chips aufzubauen.
Unterdessen präsentierte TSMC am Freitag gemeinsam mit dem US-Chipentwickler Nvidia den ersten in den Vereinigten Staaten produzierten Blackwell-Chip. Damit wurde erstmals einer der aktuell stärksten Halbleiter für Künstliche Intelligenz (KI) in den Vereinigten Staaten hergestellt. Blackwell ist der Name, unter dem Nvidia die von TSMC gefertigten Chips vertreibt.
Der steigende Konkurrenzdruck soll auch die Einführung von 2-Nanometer-Technologie in dem Werk im US-Bundesstaat Arizona beschleunigen. TSMC will sich in den USA allerdings auf 2-Nanometer- und 1,6-Nanometer-Halbleiter konzentrieren, während die A14-Fertigung in Taiwan verbleiben soll, so CNA.
Im Vergleich zum Freitag ist die TSMC-Aktie im Tradegate-Handel aktuell 2,2 Prozent im Plus und kostet 258,50 Euro (Stand: 20.10.2025, 11:04 Uhr). In den letzten vier Wochen legte die Aktie 14,9 Prozent zu, auf Jahressicht gewann sie 38,7 Prozent an Wert.
TSMC erzielt dank des Booms bei KI-Chips aktuell Rekordgewinne. Allerdings gibt es eine Reihe von Risiken. Wirtschaftlich ist der KI-Sektor zunehmend überhitzt, und politisch lauern Gefahren vor allem durch China – aber auch durch die USA. Die Vereinigten Staaten wollen offenbar, dass TSMC noch mehr in den USA fertigt. Das könnte auch bei der A14-Fertigung womöglich zu Streit führen.
Mehr zu den Hintergründen, den jüngsten Quartalszahlen und wie ECOreporter die TSMC-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800
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