TSMC soll in diesem Jahr stärker wachsen als der Chip-Markt. / Foto: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.

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Chiphersteller TSMC: Rekordgewinn dank KI-Boom

Der taiwanesische Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductors (TSMC) hat dank des Geschäfts mit Künstlicher Intelligenz (KI) im zweiten Quartal 2025 einmal mehr einen Rekordgewinn erzielt. Experten erwarten auch weiterhin ein rasantes Wachstum.

Der Nettogewinn legte nach vorläufigen Zahlen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 398 Milliarden Taiwan-Dollar (12 Milliarden Euro) zu. Damit wuchs das Ergebnis das fünfte Quartal in Folge zweistellig. Auch die bereits hohen Markterwartungen konnte der Konzern übertreffen.

Umsatz soll schneller wachsen als der Markt

Der Umsatz legte – wie bereits mitgeteilt – im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 Prozent auf 934 Milliarden Taiwan-Dollar (27 Milliarden Euro) zu. Die Nettomarge des Konzerns lag damit bei hohen 43 Prozent.

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TSMC ist mit einem Marktanteil von ungefähr zwei Dritteln der mit Abstand größte Chip-Auftragsfertiger der Welt und profitiert schon seit geraumer Zeit von der hohen Nachfrage nach Hochleistungs-Chips für KI-Anwendungen. Ein wichtiger Kunde ist der US-Chipentwickler Nvidia, der im Zuge des KI-Booms zum wertvollsten Konzern der Welt aufgestiegen ist.

TSMC dürfte nach Einschätzung von Marktbeobachtern künftig aber auch abseits von KI gute Geschäfte machen, da die Nachfrage für Halbleiter in vielen Branchen und für viele Anwendungen steigen werde. Die Aktie ist zudem trotz der erheblichen Kursgewinne – 250 Prozent in den letzten fünf Jahren – nicht überhitzt: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 liegt bei vertretbaren 19.

Politische Risiken

Das größte Risiko für TSMC bleibt China. Die Volksrepublik sieht das de facto unabhängige Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren, dort einzumarschieren. Das könnte die westliche Welt von der Versorgung mit Hochleistungschips abschneiden.

TSMC arbeitet schon länger daran, einen Teil seiner Produktion ins Ausland zu verlegen – insbesondere in die USA. Das soll auch US-Präsident Donald Trump gnädig stimmen und das Risiko möglicher Handelsbeschränkungen minimieren. Allerdings werden noch Jahre vergehen, bis TSMC eine nennenswerte Fertigung außerhalb Taiwans aufgebaut hat. ECOreporter sieht daher weiter erhöhte Risiken für einen Kauf der Aktie.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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