UBM ist auf Holzbauprojekte spezialisiert. / Grafik: UBM

  Nachhaltige Aktien

UBM Development reduziert Verlust und sieht Trendwende am Immobilienmarkt

Der österreichische Immobilienentwickler UBM Development kämpft weiter mit der Krise im Immobiliensektor. Allerdings konnte das Unternehmen seinen Verlust im ersten Halbjahr 2024 senken – und erwartet, langfristig von der Krise zu profitieren.

Der Konzern verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Verlust von 12,5 Millionen Euro. Damit wurde das Minus gegenüber dem Defizit von 29,3 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres mehr als halbiert. Die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, stieg um 114 Prozent auf 249 Millionen Euro.

Unternehmen hofft, von "Marktbereinigung" zu profitieren

Durch den Verkauf von als nicht strategisch eingestuften Beteiligungen nahm UBM 75 Millionen Euro in bar ein. Die Liquidität verbesserte sich dem Konzern zufolge gegenüber der Vorjahresperiode damit um 18,4 Prozent auf 179 Millionen Euro.

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"Entsprechend unserer Ankündigung ,Liquidität vor Profitabilität' weisen wir im Halbjahr zwar weiterhin einen Verlust aus", sagte UBM-Chef Thomas Winkler. "Allerdings konnte er gegenüber der Vorjahresperiode halbiert werden."

Der Konzern verkaufte im ersten Halbjahr 2024 zudem bereits mehr Wohnungen als im Gesamtjahr 2023. UBM wertet dies als frühen Indikator für eine Trendwende am Immobilienmarkt. Derzeit befinden sich laut Unternehmen rund 3.000 Wohnungen in Entwicklung oder Verkauf.

Auch für das Gesamtjahr geht UBM von einem deutlich geringeren Verlust als im Vorjahr aus. Für das nächste Geschäftsjahr peilt UBM eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Einerseits sei mit einem steigenden Bedarf an Wohnungen, andererseits mit höheren Büromieten zu rechnen. Zudem sieht UBM die Krise im Bausektor auch als Chance. "Aufgrund der derzeit andauernden Marktbereinigung kann mittelfristig kein Zweifel bestehen, dass die verbleibenden Marktteilnehmer dann überproportional davon profitieren werden", erklärt der Konzern in seinem Halbjahresbericht.

Weiter hohe Risiken

Die UBM-Aktie gewann nach Präsentation der Zahlen am Freitag 3,3 Prozent an Wert, aktuell ist sie im Tradegate-Handel 1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 20,50 Euro (Stand: 3.9.2024, 10:42 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 2,4 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 6 Prozent an Wert eingebüßt.

Der Green Bond 2023/27 des Unternehmens notiert an der Börse Berlin derzeit bei 100,21 Prozent seines Nennwertes (3.9.2024, 11:18 Uhr).

Die Risiken im Immobiliensektor bleiben hoch, trotz des optimistischen Ausblicks von UBM gibt es weiter deutliche Unsicherheiten. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Baugenehmigungen in ganz Europa weiter sinken, trotz wieder steigender Immobilienverkäufe.

ECOreporter sieht die UBM-Aktie aktuell nur als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger. In den letzten zwei Jahren ging es für die Aktie deutlich abwärts, auf fünf Jahre ist sie 49 Prozent im Minus.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Immobilienaktien: Wo es trotz Krise noch Investmentchancen gibt.

UBM Development AG Aktie: ISIN AT0000815402 / WKN 852735

UBM Development Green Bond 2023/27: ISIN AT0000A35FE2 / WKN A3LJ82

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