UBM Development entwickelt unter anderem dieses Holzgebäude in Frankfurt. / Abbildung: bloomimages

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF

UBM Development bleibt in den roten Zahlen

Die Krise im Baugewerbe belastet auch den österreichischen Immobilienentwickler UBM Development. Im Unterschied zu vielen Konkurrenten ist das Unternehmen aber weiterhin akzeptabel finanziert. Wie stehen Aktie und Anleihe von UBM derzeit da?

In den ersten neun Monaten 2023 setzte der Konzern knapp 63 Millionen Euro um. Das sind fast 46 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. UBM hat in der aktuellen Marktlage weiterhin Probleme, Immobilien zu verkaufen. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen in den letzten drei Quartalen einen Nettoverlust von 15 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte UBM noch einen Gewinn von 14,3 Millionen Euro erzielt.

Auch für das vierte Quartal rechnet der Konzern nicht mit einer Verbesserung am Immobilienmarkt. Bis Jahresende würden voraussichtlich keine größeren Verkäufe stattfinden, heißt es im aktuellen Finanzbericht. Das Management geht für das Gesamtjahr weiterhin von einem Verlust aus.

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Auch die finanzielle Situation verschlechterte sich in den letzten Monaten. Stand Ende September lag die Eigenkapitalquote bei 30 Prozent, Anfang des Jahres waren es noch 34,5 Prozent. Die Nettoverschuldung stieg von 500 auf 609 Millionen Euro, der Bestand an liquiden Mitteln sank trotz Ausgabe einer neuen 50-Millionen-Euro-Anleihe von 323 auf 253 Millionen Euro.

Im Branchenvergleich steht UBM damit nach wie vor solide da. Sollte sich die aktuelle Entwicklung aber 2024 fortsetzen, könnten weitere Finanzierungsmaßnahmen nötig werden. Positiv: Unternehmensangaben zufolge müssen in den nächsten zwei Jahren keine Anleihen zurückgezahlt werden.

Die UBM-Aktie hat sich in den letzten beiden Jahren schlecht entwickelt. Auf zwölf Monate gesehen hat sie 32 Prozent verloren, auf fünf Jahre beträgt der Wertverlust 45 Prozent. Seit Oktober deutet sich eine Bodenbildung an, auf Wochensicht hat der Kurs 0,5 Prozent zugelegt. Heute ist die Aktie mit einem Plus von 1 Prozent und einem Preis von 20,50 Euro in den Handel an der Frankfurter Börse gestartet (Stand 27.11.2023, 8:07 Uhr).

Der neue Green Bond 2023/27 des Unternehmens notiert an der Börse Stuttgart derzeit bei 100,62 Prozent seines Nennwertes (27.11.2023, 9:36 Uhr).

UBM setzt vor allem auf Holzgebäude

UBM ist hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Wohnen, Hotel und Büro aktiv, die wichtigsten Märkte sind Österreich, Deutschland, Tschechien und Polen. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. UBM setzt konsequent auf nachhaltiges Bauen und möchte der führende Entwickler von Holzbauprojekten in Europa werden. Der Konzern besitzt den Prime-Status der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS ESG.

Die UBM-Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4 für 2024 niedrig bewertet. Wegen der hohen Unsicherheiten im Immobiliensektor bleiben Aktie und Anleihe nach Einschätzung von ECOreporter aber Investments für sehr risikofreudige Anlegerinnen und Anleger.

UBM Development AG Aktie: ISIN AT0000815402 / WKN 852735

UBM Development Green Bond 2023/27: ISIN AT0000A35FE2 / WKN A3LJ82

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