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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten, Finanzdienstleister
UmweltBank gewinnt weitere Kunden und vergibt mehr Kredite
Die Nürnberger UmweltBank sieht sich auf einem guten Weg, ihre Umstrukturierungen wie geplant abschließen zu können. Geht es für die ECOreporter-Favoriten-Aktie jetzt wieder aufwärts?
Die UmweltBank hat ihren Kundenstamm in diesem Jahr bislang um 14 Prozent auf 149.000 erweitert. Das geht aus einem Überblick des Geldhauses zur Geschäftsentwicklung mit Stichtag 30. September hervor.
Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 790 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro. Ein Grund für die starken Zuwächse ist das aktuell mit 2,25 Prozent attraktiv verzinste Tagesgeldkonto. Das Kreditneugeschäft verdoppelte sich im dritten Quartal auf 67 Millionen Euro. Positiv aufgenommen wurde Bankangaben zufolge auch der im Sommer gestartete UmweltBank-ETF (ECOreporter-Test), der mittlerweile ein Volumen von 28 Millionen Euro hat.
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In den ersten drei Quartalen dieses Jahres erwirtschaftete die Konzernmutter UmweltBank AG einen Vorsteuergewinn von knapp 3,6 Millionen Euro. Zudem konnte die Bank ihre Gesamtkapitalquote von 15,6 auf 16,9 Prozent steigern – die für die Beurteilung der finanziellen Stabilität von Banken wichtige Kennzahl liegt damit klar über dem geforderten Mindestwert von 15,55 Prozent. Im dritten Quartal verkaufte die UmweltBank wie geplant ihre Beteiligungen an zwei Windparks und einer Immobiliengesellschaft mit Gewinn.
Rote Zahlen im Tagesgeschäft
Die UmweltBank hat in den letzten zwei Jahren ihr IT-System erneuert, sich intern neu strukturiert und ihre Angebotspalette erweitert. Der einmalige Verwaltungs- und Personalaufwand für diese Veränderungen wird Unternehmensangaben zufolge in diesem Jahr bei 7 bis 10 Millionen Euro liegen. Für das Gesamtjahr rechnet die UmweltBank AG weiterhin mit einem Vorsteuerverlust von 5 bis 10 Millionen Euro, der durch die Auflösung von Reserven ausgeglichen werden soll. Das Finanzinstitut verfügt derzeit über Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 142 Millionen Euro.
Im laufenden vierten Quartal 2024 rechnet das Management mit weiteren Zuwächsen bei den Kundeneinlagen und der Anzahl der Kunden. Ab dem zweiten Quartal 2025 will die UmweltBank ein Girokonto inklusive Geldkarten anbieten. Die angedachte Erweiterung des Wertpapierangebots wurde hingegen verschoben. Stattdessen möchte die Bank bis Ende des Jahres eine „kundenzentrierte Anlageberatung“ einführen.
Hohe Kursverluste seit 2021
Die Aktie der UmweltBank hat unter anderem wegen der teuren Konzernumbauten zwischen Herbst 2021 und Anfang Oktober 2024 stark an Wert verloren. Seitdem deutet sich ein Aufwärtstrend an. Auf Monatssicht ist die Aktie 19 Prozent im Plus, im Jahresvergleich notiert sie 20 Prozent im Minus. Auf fünf Jahre gesehen hat die Aktie 39 Prozent an Wert verloren. Heute kostet sie an der Frankfurter Börse 5,92 Euro (Stand 30.10.2024, 8:03 Uhr).
ECOreporter schätzt die UmweltBank weiterhin als robust finanziert ein und sieht langfristig solide Geschäftsaussichten. Sollte es dem Institut gelingen, nach der Übergangsphase wieder profitabler zu wirtschaften und 2025 das Ergebnisniveau des Jahres 2022 zu erreichen (Nettogewinn 19,5 Millionen Euro), läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des aktuellen Börsenkurses bei 11 - ein vertretbarer Wert. Wer kein Problem mit etwas höheren Anlagerisiken hat und viel Geduld mitbringt, kann die Kursverluste der letzten Jahre nutzen, um vergleichsweise günstig in die Aktie einzusteigen.
Die UmweltBank-Aktie ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Lesen Sie auch unser Unternehmensporträt.
Einen Überblick über die Wertentwicklungen und Perspektiven der Spezialwerte-Aktien finden Sie im Dossier Nachhaltige Favoriten-Aktien: Mit Grünen Spezialwerten langfristig gut investiert.
UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080