Die CAV Gruppe bietet Kapitalanlagen im Bereich Erneuerbare Energien an. / Foto: CAV Partners, Christof Herdt

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Unabhängige Analyse: Beteiligung „CAV Sonne und Wind XIII“

Die CAV Sonne und Wind XIII GmbH & Co KG ist mittelbar bereits an mehreren Solar- und Windkraftprojekten beteiligt. Schwerpunkt sind Anlagenstandorte in Deutschland. Auch Energiespeicher sind eine Option zur Diversifizierung des Portfolios. Anlegerinnen und Anleger können den Aufbau des Portfolios finanzieren, indem sie sich ab 50.000 Euro als Kommanditisten an der Emittentin beteiligen. ECOreporter analysiert das grüne Beteiligungsangebot.

Die angestrebte Portfoliozusammensetzung von CAV Sonne und Wind XIII besteht gemäß den Investitionskriterien aus mindestens 40 Prozent Solarenergie und mindestens 25 Prozent Windenergie. Alle Investitionen sollen in Europa erfolgen, davon mindestens 50 Prozent in Deutschland. Der geplante Investitionsfokus liegt auf Bestandsanlagen mit Repowering-Potenzial aus dem Zweitmarkt und auf neuen Projekten.

Initiatoren und Leistungsbilanz

Die Initiatoren des Beteiligungsangebotes sind die CAV Unternehmensgruppe aus Bayern und die Grüne Sachwerte aus Bremen. Emittentin und Anbieterin ist die CAV Sonne und Wind XIII GmbH & Co KG, die 2025 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen hat. Als Komplementärin und Geschäftsführerin der Emittentin fungiert die CAV Verwaltungs GmbH. Ihre alleinige Gesellschafterin ist die CAV Partners AG, beide 2017 gegründet. Die CAV Gruppe ist als Beraterin und Asset-Managerin im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie in der Photovoltaik-Projektentwicklung tätig, initiiert nachhaltige Kapitalanlagen und übernimmt die Geschäftsführung auch für externe Solar- und Windfonds.

Gründer und Vorstände der CAV Partners AG sind Thomas Hartauer (Jahrgang 1976) und Andreas Roth (Jahrgang 1970). Sie haben jeweils mehr als zwei Jahrzehnte berufliche Erfahrung im Kapitalmarkt für Erneuerbare Energien. Beide bilden seit Gründung der CAV Verwaltungs GmbH auch deren Geschäftsführung. Diese wurde im Juli 2021 um Hubertus Päffgen (Jahrgang 1983) erweitert, der mehr als 14 Jahre berufliche Erfahrung im Erneuerbare-Energien- Kapitalmarkt hat und seit 2024 bzw. 2025 auch Vorstand und Gesellschafter der CAV Partners AG ist.


Der Vorstand der CAV Partners AG (v.l.n.r.): Andreas Roth, Hubertus Päffgen, Thomas Hartauer. / Foto: CAV Partners

Geschäftsführer der Treuhandkommanditistin Grüne Sachwerte Treuhand GmbH sind Sandra Horling (Jahrgang 1980) und Michael Horling (Jahrgang 1979), der 2012 Grüne Sachwerte gegründet hat. Die Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment GmbH vermittelt ökologische Geldanlagen vorzugsweise mit Sachwertbezug und initiiert auch selbst nachhaltige Kapitalanlagen – eigenständig und mit Partnern.

Seit ihrer Gründung hat die CAV Unternehmensgruppe bislang rund 30 Beteiligungen initiiert. Das von ihr verwaltete Vermögen (Assets under Management) beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Gemäß den Angaben in der Leistungsbilanz der CAV Gruppe (Stand: 31.12.2024) liegen die Ausschüttungen bei den neun laufenden Beteiligungsangeboten aus der „CAV Sonne und Wind“-Reihe, die bereits Ausschüttungen vorsahen, bislang jeweils über Plan. Der Großteil der geplanten Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger soll durch den Verkauf der Portfolien am Ende der jeweiligen Laufzeit erwirtschaftet werden. Bei einem Beteiligungsangebot erfolgte bereits ein erfolgreicher Exit. Die Laufzeiten der anderen Beteiligungen aus der „CAV Sonne und Wind“-Reihe sind noch nicht beendet, sodass es sich um Zwischenstände handelt. Ein wirtschaftlicher Erfolg der Beteiligungen ist erst nach deren Auflösung komplett ersichtlich.

Eigenkapital und Fremdkapital

  • Gesamtfinanzierungsvolumen: 4,12 Millionen Euro
  • Eigenkapitalvolumen: 4,0 Millionen Euro (97,1 Prozent)
  • Agio: 0,12 Millionen Euro (2,9 Prozent)

Bei dem vorliegenden Beteiligungsangebot „CAV Sonne und Wind XIII“ handelt es sich um ein Private Placement (Privatplatzierung), für das ein 87-seitiges Memorandum (vom August 2025) erstellt wurde. Bislang ist nach Angaben der Emittentin ein Kommanditkapital von 646.000 Euro platziert (Stand: 5.12.2025). Die Komplementärin ist berechtigt, zweimalig die Zeichnungsfrist bis zum 31. März 2026 bzw. 30. Juni 2026 zu verlängern.

Die Emittentin hat bislang mittelbar über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft CAV S+W 13. Betriebs GmbH & Co KG (Zielgesellschaft) investiert. Zur Finanzierung der bereits teilweise im Vorwege der Emission erfolgten Investitionen hat die Zielgesellschaft laut Memorandum Nachrangdarlehen von insgesamt 1,04 Millionen Euro abgeschlossen. Die Nachrangdarlehen sollen mit dem einzuwerbenden Eigenkapital getilgt werden.

Nach Abschluss der Eigenkapital-Platzierungsphase kann die Emittentin Fremdkapital aufnehmen. Darüber entscheidet laut Memorandum auf Beschlussvorschlag der Geschäftsführung die Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit. In der Regel bestehen Bankfinanzierungen auf Ebene der Solar- und Windenergie-Projektgesellschaften.

Nebenkosten

  • Agio: 3,0 Prozent
  • Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 4,0 Prozent
  • Konzeption, Rechtsberatung, Emissionsunterlagen und Marketing: 1,0 Prozent
  • Gesamtweichkosten: 8,0 Prozent des Kommanditkapitals

Das Agio beträgt bis zu 3 Prozent. Die Geschäftsführung CAV Verwaltungs GmbH erhält für Aufbau und Verwaltung des Portfolios eine Vergütung von 4 Prozent des Kaufpreises zuzüglich eventuell anfallender Umsatzsteuer. Die Vergütung erhöht sich laut Memorandum um weitere 1,75 Prozent des Kaufpreises, soweit der Ankauf direkt über die CAV Verwaltungs GmbH und somit ohne Einschaltung eines Maklers erfolgt. 

Laufende Kosten

  • Geschäftsführung (pro Jahr): 0,85 Prozent des Kommanditkapitals (34.000 Euro bei Vollplatzierung)
  • Treuhänderin (pro Jahr): 0,3 Prozent des Kommanditkapitals (12.000 Euro bei Vollplatzierung) 

Bei den Projektgesellschaften entstehen in der Regel laufende Kosten unter anderem für Wartung und Instandhaltung, kaufmännische und technische Betriebsführung sowie Pacht und Versicherungen.

Laufzeit und Auszahlungen

  • Laufzeit: bis zum 31. Dezember 2038 (Typ A), bis zum 31. Dezember 2032 (Typ B)
  • Gesamtauszahlung (Memorandum-Prognose): rund 177 Prozent (Typ A), rund 137 Prozent (Typ B), jeweils inklusive 100 Prozent Kapitalrückzahlung
  • Schlussauszahlung (Memorandum-Prognose): rund 108 Prozent (Typ A), rund 106 Prozent (Typ B)
  • Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR, Memorandum-Auszahlungsverlaufsprognose): ca. 4,8 Prozent (Typ A), 3,9 Prozent (Typ B)

Solarpark der CAV Gruppe. / Foto: CAV Partners

Die Anlegerinnen und Anleger müssen sich im Rahmen der Beitrittserklärung für die Laufzeit Typ A oder Typ B entscheiden. Das Recht zur ordentlichen Kündigung ist während der Laufzeit ausgeschlossen. Die Gesellschafterversammlung kann die Laufzeit mit Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen verlängern. Eine vorzeitige Auflösung der Emittentin erfordert einen Gesellschafterbeschluss mit einer Dreiviertelmehrheit sowie die Zustimmung der Komplementärin. Falls ein Anleger seinen Gesellschaftsanteil an Dritte übertragen möchte, hat die Komplementärin ein Vorkaufsrecht.

Der im Memorandum dargestellte prognostizierte Auszahlungsverlauf sieht ab 2027 jährliche Auszahlungen von 4,5 bis 7,0 Prozent des Kommanditkapitals an die Anlegerinnen und Anleger vor. Die Treuhänderin und die Komplementärin erhalten eine Erfolgsvergütung für ein abgelaufenes Jahr, wenn die Auszahlung an die Anlegerinnen und Anleger in dem Jahr über 3,0 Prozent liegt. Die Erfolgsvergütung beträgt für die Komplementärin 15 Prozent und für die Treuhänderin 5 Prozent des Betrags, der die Auszahlung von 3,0 Prozent übersteigt. Sollte die Schlussauszahlung (abzüglich etwaiger zuvor erfolgter Sonderausschüttungen) am Laufzeitende 103 Prozent übersteigen, so gehen laut Gesellschaftsvertrag die darüber liegenden Zahlungen zu 80 Prozent an die Anlegerinnen und Anleger und zu insgesamt 20 Prozent an die Komplementärin und die Treuhänderin.

Insofern ist ein Szenario möglich, in dem laufende erfolgsabhängige Vergütungen anfallen, das Beteiligungsangebot infolge einer geringen Schlusszahlung aber im Endergebnis nicht erfolgreich verläuft. Diese Regelung und die niedrige laufende Erfolgsvergütungsschwelle können in diesem Fall jedoch als akzeptabel angesehen werden, da die – nicht erfolgsabhängigen – laufenden Vergütungen für die Komplementärin und die Treuhänderin vergleichsweise gering sind.

Unter anderem die Auswahl der Projekte, die Anzahl der Projektbeteiligungen und die Höhe der Stromerlöse und der Betriebskosten beeinflussen das wirtschaftliche Ergebnis der Emittentin. Der Großteil der geplanten Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger soll durch den Verkauf von Anteilen an den Solar- und Windparkgesellschaften am Ende der jeweiligen Laufzeit erwirtschaftet werden. 

Investitionen

Die Emittentin plant, sich über ihre Tochtergesellschaft an Projektgesellschaften zu beteiligen, die Solaranlagen, Windenergieanlagen und Energiespeicher bereits betreiben, zu betreiben planen oder entwickeln. Die Tochtergesellschaft geht dabei in der Regel Minderheitsbeteiligungen an den Projektgesellschaften ein. 

Die Investition in eine einzelne Projektgesellschaft ist gemäß den Investitionskriterien auf 20 Prozent des investierten Eigenkapitals begrenzt. Die Investitionen sind auf Europa beschränkt, wobei mindestens 50 Prozent auf Deutschland entfallen müssen. Außerhalb des Heimatmarktes liegt der Fokus von CAV nach eigenen Angaben derzeit vor allem auf Italien, Spanien, Frankreich, Portugal sowie in Teilen Großbritannien.

Mindestens 25 Prozent der Investitionen sollen in Neuprojekte erfolgen. Investitionen in Speicher und Projektentwicklungen sind auch möglich, dürfen aber insgesamt 25 Prozent des Gesamtvolumens der Beteiligungsgesellschaft nicht überschreiten. Bei den Speichern geht es laut CAV nicht um Heimspeicher, sondern um Großspeicherlösungen ab 1,5 MW. Die angestrebte Portfoliozusammensetzung besteht laut Memorandum aus einer Mischung von mindestens 25 Prozent Windenergie sowie mindestens 40 Prozent Solarenergie.

Die Tochtergesellschaft hat laut Memorandums-Nachtrag Nr. 1 vom 8. Oktober 2025 bislang zehn Beteiligungen an Solargesellschaften und zwei Beteiligungen an Windpark-Gesellschaften erworben. Gemessen am Investitionsvolumen von zusammen 1,026 Millionen Euro beträgt der Solaranteil des bisherigen Portfolios 84 Prozent, der Deutschlandanteil 85 Prozent und der Bestandsanlagenanteil rund 70 Prozent. Nur bei den italienischen Solarprojektentwicklungen (rund 146.000 Euro) und bei dem Windpark Thüringen handelt es sich um Neuprojekte. Alle Anlagen des aktuellen Portfolios mit Standort in Deutschland haben laut CAV-Präsentation eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das deutsche Solarportfolio besteht aus insgesamt 35 Einzelanlagen, die über neun Bundesländer verteilt sind.

Das bestehende Portfolio soll während der Investitionsphase auf 20 und mehr Beteiligungen ausgebaut werden. Auch dabei steht nach Angaben der Emittentin der Erwerb von Kommanditanteilen geschlossener Beteiligungen auf dem Zweitmarkt im Fokus. Weiterhin sollen Anteile an neuen Wind- oder Solarprojekten auch direkt von den jeweiligen Projektierungsunternehmen erworben werden. Die CAV Gruppe entwickelt seit 2021 in Zusammenarbeit mit Partnern auch selber Solarprojekte in Deutschland und Italien sowie seit Sommer 2025 auch Windprojekte in Deutschland.

Die Geschäftsführung plant nach eigenen Angaben, mögliche Gewinne, die die prognostizierten laufenden Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger übersteigen, zu reinvestieren, um den Wert des Portfolios zu erhöhen. Wertsteigerungen sind auch durch Repowering-Maßnahmen in Projektgesellschaften möglich, deren Anteile die Emittentin auf dem Zweitmarkt erwirbt. Beim Repowering werden alte Windenergieanlagen durch neue leistungsstärkere Anlagen ersetzt. Aber auch bei alten Solaranlagen kann sich nach CAV-Einschätzung nach Ablauf der EEG-Vergütung oftmals ein Modultausch wirtschaftlich lohnen.

Nach Angaben von CAV ist ein deutlicher Anstieg der (kalkulatorischen) Ankaufsrenditen am Erst- und Zweitmarkt im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar, auch weil das (Verkaufs-)Angebot die Nachfrage übersteige. Davon hat gemäß den Angaben in der CAV-Präsentation auch die Emittentin bei den bisherigen Investitionen profitiert, sodass die prognostizierte durchschnittliche Gesamtportfoliorendite derzeit mit ca. 8,5 Prozent über der Zielrendite von 7,0 Prozent liege. Reinvestitionen, längere Laufzeiten, Repowering-Maßnahmen und überdurchschnittliche Ertragsentwicklungen sollen laut CAV zu einer höheren langfristigen Stabilität und einem Zinseszinseffekt im Portfolio der Emittentin führen.

Ökologische Wirkung


CAV Sonne und Wind XIII will vor allem in Wind- und Solaranlagen investieren, der Schwerpunkt liegt auf Deutschland. / Foto: CAV Partners

Die Emittentin investiert zum einen in Solar- und Windenergieanlagen, die bereits am Netz sind und Ökostrom erzeugen. Zum anderen erfolgen die Investitionen laut Memorandum zu mindestens 25 Prozent in Neuprojekte und zu bis zu 25 Prozent in Projektentwicklungen. In diesen Fällen finanziert die Emittentin mit dem Kapital der Anlegerinnen und Anleger den Ausbau der Erneuerbaren Energien, sodass auch eine direkte positive ökologische Wirkung besteht.

Aber auch bei Anlagen, die bereits seit mehreren Jahren in Betrieb sind, ist eine zusätzliche hohe direkte ökologische Wirkung möglich, falls sie während der Laufzeit repowert werden. Das Repowering eines Windparks ist in der Regel unter ökologischen Gesichtspunkten positiv zu bewerten, da mit den neuen Windenergieanlagen der Stromertrag deutlich steigt. Zudem kann die Emittentin ergänzend auch in Batteriespeicher investieren. Diese können den von den Wind- und Solaranlagen nicht kontinuierlich erzeugten Strom zwischenspeichern, so das Stromnetz stabilisieren und damit einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen.

Risiko

Die Emittentin investiert (mittelbar) in Solar- und Windenergieanlagen, die voraussichtlich oftmals bereits seit mehreren Jahren am Netz sind. Baurisiken können entstehen, wenn die Emittentin in neu zu errichtende Anlagen investiert oder wenn bestehende Anlagen während der Laufzeit repowert werden. Bis zu insgesamt 25 Prozent des Gesamtvolumens darf die Emittentin in Speicher und Projektentwicklungen investieren. Insbesondere in frühen Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Es ist auch möglich, dass bereits entwickelte Projekte nicht mehr wirtschaftlich realisiert werden können, weil zwischenzeitlich die Anlagen-, Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant Veränderungen der Rahmenbedingungen für neue Wind- und Solarprojekte, wodurch sich deren Wirtschaftlichkeit verschlechtern könnte. Solange die Pläne noch nicht gesetzgeberisch umgesetzt worden sind, besteht eine Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen. Diese Unsicherheit kann die Entwicklung und Umsetzung von neuen Projekten erschweren und verzögern. Es ist möglich, dass die Emittentin mittelbar Anteile an Projekten erwirbt, die von Unternehmen der CAV Gruppe entwickelt wurden und verkauft werden. In diesen Fällen besteht ein Potenzial für Interessenskonflikte.

Bis zu maximal 50 Prozent der Gesamtinvestitionen können außerhalb Deutschlands erfolgen, sodass teilweise Auslandsrisiken und erhöhte Rechtsrisiken bestehen können. Die Stromerträge von Windkraftanlagen und Solaranlagen können insbesondere abhängig vom Windaufkommen bzw. der Sonneneinstrahlung starken jährlichen Schwankungen unterliegen. Zudem besteht beispielsweise das Risiko, dass schwerwiegende Schäden an den Anlagen auftreten, deren Reparaturkosten nicht (mehr) durch Versicherungen und/oder Gewährleistungen der Anlagenhersteller abgedeckt sind. Da die Emittentin bzw. ihre Tochter in der Regel Minderheitsbeteiligungen erwirbt, besteht das Risiko, dass sie bei Gesellschafterversammlungen der Projektgesellschaften überstimmt wird.

Ein großer Teil der geplanten Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger soll durch den Verkauf der Beteiligungen am Ende der jeweiligen Laufzeit (2032 und 2038) erwirtschaftet werden. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufserlöse geringer ausfallen als von der Emittentin kalkuliert und Anlegerinnen und Anleger einen Kapitalverlust zu verzeichnen haben.

Stärken                

  • Portfolio mit bereits zwölf Beteiligungen vorhanden
  • Breite Streuung der Investitionen über weitere Standorte im Bereich Solar/Wind geplant
  • Sehr erfahrene Geschäftsführung der CAV Gruppe
  • Anlagen überwiegend bereits im Betrieb oder genehmigt
  • Positive Leistungsbilanz der CAV Sonne und Wind-Produktreihe
  • Diversifizierung durch Batteriespeicher als dritter Investbereich möglich

Schwächen

  • Investitionen stehen teilweise noch nicht fest
  • Baurisiken
  • Teilweise Projektentwicklungsrisiken möglich

Chancen

  • Höhere Stromerträge als erwartet
  • Verkaufserlöse für die Projekte höher als kalkuliert
  • Potenzial für Repowering

Risiken

  • Verkaufserlös für die Projekte geringer als kalkuliert
  • Geringere Stromerträge als prognostiziert
  • Rahmenbedingungen für neue Projekte in Deutschland derzeit unsicher

    Fazit:

    Finanziell

    Beim Ankauf von Anteilen an bestehenden Solar- und Windenergieanlagen auf dem Zweitmarkt liegen in der Regel langjährige Erfahrungswerte für die Anlagen vor. Damit sind die zukünftigen Stromerträge tendenziell zuverlässiger zu prognostizieren. Risiken bestehen derzeit insbesondere auf dem Erstmarkt in Deutschland aufgrund der unsicheren künftigen Rahmenbedingungen. Die positive Leistungsbilanz der „CAV Sonne und Wind“-Produktreihe zeigt, dass die CAV Unternehmensgruppe mit ihrem erfahrenen Management einen guten Marktzugang hat. Rund zwei Monate nach Platzierungsstart verfügt die Emittentin mittelbar bereits über ein diversifiziertes Portfolio mit zwölf Solar- und Windbeteiligungen. Nach CAV-Angaben liegen die Ankaufsrenditen für diese zwölf Beteiligungen im Durchschnitt über der Zielrendite, sodass auf Grundlage des bisherigen Portfolios während der Laufzeit überplanmäßige Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger möglich sein könnten. 

    Nachhaltigkeit

    Solar- und Windenergieanlagen erzeugen Strom nachhaltig. Eine direkte positive ökologische Wirkung ergibt sich bei den Neuprojekten sowie bei möglichen Investitionen in Projektentwicklungen und Repowering-Projekte.

    ECOreporter-Empfehlung

    Die CAV Sonne und Wind XIII hat bereits ein aus zwölf Beteiligungen bestehendes Portfolio an Solar- und Windparkprojekten aufgebaut. Es überwiegen die Stärken, sodass das Renditeerwartungs/Risiko-Verhältnis des Beteiligungsangebotes als überzeugend gelten kann.

    Basisdaten

    Emittentin und Anbieterin: CAV Sonne und Wind XIII GmbH & Co KG, Regenstauf
    Komplementärin und Geschäftsführerin: CAV Verwaltungs GmbH, Regensburg
    Treuhänderin: Grüne Sachwerte Treuhand GmbH, Bremen
    Beteiligungsform: Treugeberin/Treugeber oder Direktkommanditistin/Direktkommanditist
    Gesamtfinanzierungsvolumen: 4,12 Millionen Euro
    Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 4,0 Millionen Euro
    Mindestzeichnungssumme: 50.000 Euro
    Agio: bis zu 3,0 Prozent
    Laufzeit: bis zum 31. Dezember 2038 (Typ A), bis zum 31. Dezember 2032 (Typ B)
    BaFin-Prospektbilligung:  Nein
    Leistungsbilanz: Ja
    Haftsumme: 1 Prozent der Pflichteinlage

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