Mit der mittlerweile dritten Anleihe der reconcept Solar Deutschland GmbH sollen deutsche Solarprojekte finanziert werden. / Symbolfoto: Pixabay

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Unabhängige Analyse: reconcept Solar Bond Deutschland III mit 6,5 % Zins

Die reconcept Solar Deutschland GmbH plant, mit der Anleihe „reconcept Solar Bond Deutschland III“ vor allem die Entwicklung von Solarprojekten zu finanzieren. Regionale Schwerpunkte sind Standorte in Nord- und Ostdeutschland. Der Zinssatz der Anleihe beträgt 6,5 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von sechs Jahren. Eine Zeichnung ist ab 1.000 Euro möglich. ECOreporter analysiert das Anleiheangebot.

Emittentin der Anleihe ist die reconcept Solar Deutschland GmbH aus Hamburg. Bei der Anleihe handelt es sich um Inhaber-Schuldverschreibungen mit einem Emissionsvolumen von bis zu 10 Millionen Euro. Die Anleihe soll voraussichtlich am 6. Oktober 2025 in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden. Anlegerinnen und Anleger, die die Anleihe vor dem Laufzeitbeginn (5. Mai 2025) zeichnen, erhalten eine Ermäßigung auf ihre Zeichnungssumme. Die Emittentin kann die Schuldverschreibungen gemäß den Anleihebedingungen erstmals zum 5. Mai 2028 nach ihrer Wahl kündigen und vorzeitig zurückzahlen. In dem Fall beträgt gemäß den Anleihebedingungen der Rückzahlungsbetrag 102,25 Prozent des Nennbetrages.

Anlagestrategie – Projektpipeline von 1.600 MW

Seit Anfang 2021 entwickelt ein Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH Photovoltaikanlagen in Deutschland. Das Entwicklungsteam arbeitet nach Angaben von reconcept an rund 80 Solarpark-Projekten mit einer Leistung von etwa 1.600 Megawatt (MW; Stand: November 2024). Die Anlagestrategie sieht vor, diese Solarprojekte weiterzuentwickeln und sie in fortgeschrittenen Projektentwicklungsphasen mit Gewinn an Dritte zu veräußern. Das ist in verschiedenen Entwicklungsphasen möglich. Die erzielbaren Margen wachsen in der Regel, je weiter eine Solarparkentwicklung voranschreitet. Bis zur Baureife durchläuft die Entwicklung laut reconcept die Phasen Standortanalyse, Flächensicherung, Aufstellungsbeschluss und das abschließende Bauleitplanverfahren bis zur Baugenehmigung.

Welche wichtigen Entwicklungen gab es bei den Projektrechten der Anleiheemittentin in 2024? Welche Stärken und Schwächen haben die reconcept Solar Deutschland GmbH und ihr Anleiheangebot? Was könnte für Anlegerinnen und Anleger ratsam sein? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie das Fazit von ECOreporter erhalten Sie im Premium-Bereich.

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Unternehmensprofil reconcept Solar Deutschland

Die reconcept Solar Deutschland GmbH wurde im September 2022 gegründet und hat ihren Sitz in Hamburg. Das Stammkapital der Emittentin beträgt 25.000 Euro. Die Gesellschaftsanteile hält zu 100 Prozent die reconcept GmbH, an der zu 100 Prozent die RE New Energy Invest GmbH beteiligt ist, an der wiederum Karsten Reetz zu 50 Prozent beteiligt ist. Weitere 50 Prozent der Anteile hält die FR Energy Investments GmbH, die Karsten Reetz zu 100 Prozent gehört.

Karsten Reetz ist auch alleiniger Geschäftsführer der Emittentin und ihrer Muttergesellschaft reconcept GmbH. Die Emittentin hat gemäß den Angaben in ihrem Zwischenabschluss-Anhang vom 7. November 2024 keine Beschäftigten. Die Gesellschaft wird laut Wertpapier-Prospekt, der am 27. November 2024 gebilligt wurde, in keinen Konzernabschluss einbezogen.

Die reconcept GmbH ist ein auf nachhaltige Kapitalanlagen spezialisierter Vermögensverwalter im Bereich der Erneuerbaren Energien. Darüber hinaus agiert reconcept als Projektentwickler – in Eigenregie am Standort Deutschland und in Kanada sowie über eine Kooperation in Finnland über das Joint Venture Tuulialfa Oy.


Karsten Reetz ist Geschäftsführer der reconcept Solar Deutschland GmbH. / Foto: reconcept GmbH

Neue Photovoltaik- und Windkraftstandorte in Deutschland entwickelt die reconcept GmbH über ein eigenes Projektentwicklungsteam von Berlin aus. Die Solar-Entwicklungspipeline mit einer geplanten Leistung von rund 1.600 Megawattpeak (MWp) verteilt sich nach Angaben des Unternehmens auf Standorte in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus wird laut Prospekt an Windpark-Projekten mit einem Leistungsvolumen von 280 MW sowie Batterie-Einspeisespeicherprojekten mit einem Umfang von 160 MW gearbeitet. Neue Photovoltaik-Projekte sollen laut Prospekt nach Möglichkeit von vornherein auf Speicherlösungen ausgerichtet sein.

Das Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH in Berlin ist laut reconcept inzwischen auf sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen und wurde auch um Spezialisten für den Bereich Speicherlösungen erweitert. Die Expertise des Teams umfasse neben der reinen Projektentwicklung auch die Bereiche Flächenakquise und rechtliche Beratung. Im Bereich der technischen Planung werde mit erfahrenen externen Projektpartnern zusammengearbeitet. Zudem sucht die reconcept GmbH weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Team in Berlin, derzeit laut reconcept-Projektseite unter anderem als Geschäftsführung Projektentwicklung von Solarparks in Deutschland und Senior-Projektentwickler für Erneuerbare Energien (Stand: 27. Januar 2025)

Nach reconcept-Angaben haben die reconcept GmbH und die Anleiheemittentin Ende 2022 einen Dienstleistungsvertrag geschlossen, der im Prospekt nicht dargestellt wird. Ihre bisherigen Solarprojekte und Projektrechte hat die Emittentin hauptsächlich von ihrer Muttergesellschaft reconcept GmbH erworben, aber unter anderem auch von der FR Energy Investments GmbH, einer Gesellschafterin der reconcept GmbH.

Die Emittentin tritt laut Prospekt gegenüber den Investoren auch als Generalübernehmerin auf, die Projekte von einem Generalunternehmer erwirbt, der die einzelnen Arbeiten verschiedener Projektpartner koordiniert und die Verantwortung für die fristgerechten und vertraglich vereinbarten
Leistungen übernimmt.

Bestehende Projektpipeline


Auf dieser Freifläche in Niedersachsen soll ein von reconcept entwickelter Solarpark entstehen. / Foto: reconcept GmbH

Die Projekte aus der Solar-Entwicklungspipeline von 1.600 MWp sind nach Angaben von reconcept entweder im Besitz der reconcept GmbH oder der Emittentin. Gemäß den Angaben in den Verbraucherinformationen vom 27. November 2024 hielt die Emittentin 42 Projektrechte im Bereich Freiflächen-Photovoltaik mit einer geplanten Leistung von 855 MWp. Laut reconcept hat die Emittentin im Dezember 2024 für 7,7 Millionen Euro Solarprojekte, die in der Entwicklung sind, an neu gegründete Betriebsgesellschaften verkauft, deren Gesellschafter die reconcept GmbH ist.

Die Emittentin hatte im Oktober 2024 erwartet, noch in 2024 erste Projekte mit Baureife (Ready-to-build-Status) abschließen zu können. Nach Angaben von reconcept kam es insbesondere durch verlangsamte Genehmigungsverfahren zu Projektverzögerungen, sodass nun für dieses Jahr die Baureife für erste Projekte erwartet werde.

Dem Gutachten eines Sachverständigen zufolge ergibt sich laut reconcept eine technische Zielerreichung von 24,2 Prozent auf das Gesamtportfolio der Emittentin (Stand: 31. Dezember 2024). Bei einem seitens des Gutachters als marktüblich und realistisch erachteten Projektwert von 110 bis 130 Euro pro kWp ergibt sich ein Portfoliowert auf den Stichtag von ca. 31,4 bis 37,1 Millionen Euro für die bis zum Jahresende 2024 bei der Emittentin bilanzierten Solarprojekte.

Obwohl die Pipeline der reconcept Solar Deutschland GmbH weiterentwickelt wurde, hat sich die technische Zielerreichung im Jahresvergleich leicht verringert (31.12.2023: 26,5 Prozent; 31.12.2024: 24,2 Prozent). Das liegt nach Angaben von reconcept zum einen daran, dass die Emittentin 2024 weitere neue Projekte erworben hat, die sich zum Zeitpunkt des Kaufs noch in einer frühen Entwicklungsphase mit geringerer technischer Zielerreichung befanden. Zum anderen wurden im Dezember 2024 von der Emittentin an die Betreibergesellschaften Solarprojekte veräußert, die bereits in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase mit höherer technischer Zielerreichung sind.

Die reconcept Solar Deutschland GmbH hat bereits 2022 und 2023 zwei Anleihen mit einem Emissionsvolumen von zusammen 26,5 Millionen Euro platziert. Da Aufwendungen insbesondere für die Anleiheemissionen und für die Zinszahlungen der Anleihen angefallen sind, aber Erträge aus dem Projektentwicklungsgeschäft noch nicht erzielt wurden, weist die Emittentin in ihrer Bilanz zum 30. Juni 2024 einen Verlustvortrag von rund 3,4 Millionen Euro aus. Im Verlustvortrag noch nicht enthalten ist der Fehlbetrag der Emittentin für das erste Halbjahr 2024 von rund 1,1 Millionen Euro.

Geplante Investitionen

Die Emissionskosten der Anleihe „reconcept Solar Bond Deutschland III“ betragen laut Prospekt bei Vollplatzierung schätzungsweise bis zu 950.000 Euro, davon 700.000 Euro platzierungsabhängige Vertriebsprovisionen.

Die Emittentin beabsichtigt laut Prospekt, den nach Abzug der Emissionskosten verbleibenden Emissionserlös von bis zu 9,05 Millionen Euro für die weitere Entwicklung der Photovoltaik-Freiflächenanlagen-Projektrechte mit und ohne Speicherlösungen und den Ankauf von Solar-Projektrechten mit und ohne Speicherlösungen über das Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH zu verwenden. Die Emittentin kann Projektrechte von der reconcept GmbH oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen ankaufen. Neben Freiflächenprojekten sind auch Solarprojekte auf Gewerbedächern möglich.

Darüber hinaus kann der Emissionserlös laut Prospekt für die Vorfinanzierung von Solarprojekten zur Veräußerung auch über gesondert zu gründende Gesellschaften an Investoren, zur Darlehensvergabe innerhalb der reconcept-Gruppe für Verwendungszwecke im Solarbereich sowie für den allgemeinen Geschäftsbetrieb inklusive Refinanzierungen verwendet werden.

Die Emittentin wird laut Prospekt zu der Verwendung der Erlöse keine Berichterstattung nach der Emission vornehmen. Die einzelnen Photovoltaik-Projekte in Norddeutschland unterscheiden sich nach Angaben von reconcept im Wesentlichen nur durch Größe und Besonderheiten beim Netzanschluss. Im laufenden Projektentwicklungsprozess sei es zudem nicht förderlich, einzelne Projekte vor der finalen Genehmigung zu benennen.

Die geplante Mittelverwendung im Bereich der Erneuerbaren Energien steht laut Prospekt unter dem Vorbehalt von veränderten Umständen, die möglicherweise andere Investitionen in Erneuerbare Energien als vorzugswürdig erscheinen lassen.


Das Geld aus der Anleihe soll vor allem in die Finanzierung von Freiflächen-Solarparks fließen. / Symbolfoto: Pixabay

Ökologische Wirkung

Die reconcept Solar Deutschland GmbH beabsichtigt, die Emissionserlöse ausschließlich im Erneuerbare-Energien-Segment zu verwenden. Geplant ist, die Weiterentwicklung von Projektrechten und den Erwerb von Projektrechten im Bereich der Photovoltaik-Freiflächenanlagen, auch mit Speicherlösungen, zu finanzieren. Die Emittentin geht davon aus, dass die Anleihe durch den ausschließlichen Fokus auf Photovoltaik Impact Investments finanziert und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieproduktion und zur Abschwächung des Klimawandels leistet.

Bei möglichen Projektentwicklungslaufzeiten von um die drei Jahre kann das Anleihekapital voraussichtlich mehr als einmal für ökologisch sinnvolle Solarprojekte eingesetzt werden, wenn die jeweils vorherigen Solarprojekte plangemäß entwickelt und verkauft werden können.

Risiko

Die Emittentin plant, mit dem einzuwerbenden Anleihekapital Projektentwicklungen im Bereich Solar in Deutschland zu finanzieren. Insbesondere in frühen Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Aber auch in späteren Entwicklungsphasen, in denen in der Regel bereits höhere Kosten angefallen sind, können Projekte noch scheitern. Es ist auch möglich, dass bereits zur Baureife entwickelte Projekte nicht zu rentablen Preisen verkauft werden können, wenn zwischenzeitlich die Anlagen-, Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.

Eine Intensivierung des Wettbewerbs um geeignete Projektrechte und Projektstandorte könnte dazu führen, dass die Emittentin künftig weniger oder sogar überhaupt keine geeigneten Projektrechte erwerben kann. Wettbewerb besteht auch um qualifizierte und erfahrene Fachkräfte, beispielsweise Projektentwickler. Die Emittentin wurde erst im September 2022 gegründet, und von den Solarprojekten, die sie erworben hat, wurde bis Ende 2024 noch keines erfolgreich bis zur Baureife entwickelt. Daher ist noch nicht fundiert zu beurteilen, ob die Emittentin und das 2021 gegründete Solar-Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH wirtschaftlich erfolgreich agieren und am Markt bestehen können.

Es besteht laut Prospekt das Risiko, dass die Emittentin die Projekte bzw. die Projektrechte, die sie erwirbt, falsch einschätzt. Fehleinschätzungen können dazu führen, dass Projekte sich verzögern oder nicht umgesetzt werden können. Es ist möglich, dass Projektrechte trotz Vorabprüfung mit Mängeln behaftet sind. Abgesehen vom Ready-to-build-Status lassen sich laut Prospekt für Projektrechte im Photovoltaik-Bereich schwer Marktpreise feststellen.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Emittentin Projektrechte hauptsächlich von ihrer Muttergesellschaft reconcept GmbH gekauft hat, deren Geschäftsführer auch bei der Emittentin als Geschäftsführer fungiert. Zudem ist die Emittentin vom Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH abhängig. Es kann ein erhöhtes Risiko bestehen, dass die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen zu Interessenkonflikten führt, die zu Ungunsten der Emittentin gelöst werden könnten.

Laut Prospekt übernimmt die Emittentin beim Verkauf von Projekten verschiedene Gewährleistungen sowie Freistellungs- oder Entschädigungsverpflichtungen gegenüber den Investoren. Die Emittentin tritt laut Prospekt gegenüber den Investoren als Generalübernehmerin auf, sodass für sie in diesem Fall mittelbar Bau- und Haftungsrisiken bestehen können.

Die reconcept Solar Deutschland GmbH weist zum 27. November 2024 Verbindlichkeiten aus zwei vorherigen Anleihen (ISINs: DE000A30VVF3 und DE000A351MJ3) von insgesamt 26,5 Millionen Euro aus. Sollte es nicht möglich sein, die Anleihen im Wesentlichen aus dem Verkauf von Projektrechten zurückzuführen, wären die beiden Anleihen teilweise oder überwiegend aus einer Refinanzierung zurückzuzahlen. Auch wenn diese Refinanzierung gelingen sollte, besteht das Risiko, dass die Rückzahlung der beiden 2029 fälligen Anleihen die Fähigkeiten der Emittentin verschlechtert, auch die in 2030 fällige Anleihe reconcept Solar Bond Deutschland III vollständig zurückzuzahlen. Im Fall einer Insolvenz der Emittentin besteht für die Anleihegläubigerinnen und Anleihegläubiger das Risiko, dass sie ihr eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren.

Stärken

  • Wachstumsmarkt Photovoltaik in Deutschland
  • Bestehende Projektentwicklungspipeline
  • Projektentwicklungsteam der reconcept GmbH aufgebaut


Schwächen

  • Hohe Projektentwicklungsrisiken
  • Potenzial für Interessenkonflikte bei teilweise verringerter Transparenz
  • Erfahrenere Wettbewerber auf dem deutschen Solarmarkt
  • Teilweise Verzögerungen bei reconcept-Projektentwicklungen


    Fazit

    Finanziell

    Die reconcept Solar Deutschland GmbH plant, mit dem Anleihekapital die Entwicklung von Solarprojekten in Deutschland zu finanzieren. Insbesondere in frühen Entwicklungsphasen können hohe Risiken für ein Scheitern von Projekten bestehen. Aufgrund von Projektverzögerungen haben bislang noch keine Projekte der Emittentin die Baureife erlangt. Die Emittentin ist stark von ihrer Muttergesellschaft reconcept GmbH abhängig, wird aber in keinen Konzernabschluss einbezogen.

    Aufgrund dieser teilweise verringerten finanziellen Transparenz ist die Beurteilung des Anleiheangebotes erschwert. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 gab es zwischen der Emittentin und ihrer Mutter wichtige Vertragsabschlüsse. Deren Auswirkungen für die Emittentin sind für Außenstehende voraussichtlich erst mit der für Juni 2025 vorgesehenen Veröffentlichung des Jahresfinanzberichtes für 2024 näher einzuschätzen.

    Nachhaltigkeit

    Das Anleihekapital soll die Entwicklung von Solarprojekten finanzieren, sodass im Erfolgsfall eine hohe positive ökologische Wirkung erzielt werden könnte.

    ECOreporter-Empfehlung

    Mit ihrer dritten Anleiheemission erhöhen sich die Anleihe-Verbindlichkeiten der reconcept Solar Deutschland GmbH weiter, während bislang noch keines ihrer Solarprojekte die Baureife erlangt hat. Daher besteht nach Einschätzung von ECOreporter derzeit eine Unternehmensphase mit erhöhten Risiken. Für Anlegerinnen und Anleger kann es deshalb ratsam sein, den Jahresabschluss für 2024 und aussagekräftige Informationen zu möglichen Projektverkäufen an externe Investoren in diesem Jahr abzuwarten.

    Basisdaten

    Emittentin: reconcept Solar Deutschland GmbH, Hamburg
    Anlageform: Inhaber-Schuldverschreibungen (Anleihe)
    Emissionsvolumen: bis zu 10 Millionen Euro
    Mindestzeichnungssumme: 1.000 Euro
    Laufzeit: 5. Mai 2025 bis 5. Mai 2031
    Zinsen: 6,5 Prozent pro Jahr
    Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen
    Prospektbilligung: CSSF (luxemburgische Aufsichtsbehörde des Finanzsektors)
    Handelbarkeit: ab 6. Oktober 2025 an der Frankfurter Wertpapierbörse (Plan)
    ISIN: DE000A4DE123

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