Meyer Burger ist pleite – nun kauft ein US-Unternehmen Teile der Technologie. / Foto: Meyer Burger

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

US-Firma übernimmt Anlagen und Technologie von Meyer Burger

Der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger musste seine Produktion vor rund einem halben Jahr einstellen. Jetzt kauft ein US-Unternehmen die Anlagen der Standorte in Deutschland, um sie in den USA einzusetzen.

Das US-Start-up Swift Solar hat nach Angaben des Insolvenzverwalters der deutschen Meyer Burger-Töchter die Solarzellen-Produktionsstraße in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt und eine Solarzellen-Fertigungsanlage in Hohenstein-Ernstthal in Sachsen erworben. Das Unternehmen will demnach Meyer Burgers Know-how bei seiner Forschung in den USA einsetzen.

Auch Manager wechseln zu Swift Solar

Swift Solar möchte in den USA eine Solarzellen-Produktion im Gigawattmaßstab aufbauen. Zusammen mit den Anlagen erwarb das Unternehmen auch nicht näher beschriebenes "geistiges Eigentum" von Meyer Burger. Swift Solar ist nicht in börsennotiert.

Dem Branchenmagazin "pv magazine" zufolge schließen sich auch mehrere ehemalige Meyer Burger-Manager Swift Solar an. Dazu gehören unter anderem der frühere Konzernchef Gunter Erfurt und der ehemalige globale Leiter Forschung und Entwicklung Marcel König.

Meyer Burger hatte versucht, eine erfolgreiche Produktion von Solarzellen und -modulen in Deutschland und später auch in den USA aufzubauen, das Unternehmen verbuchte aber hohe Verluste. Grund waren eigenen Angaben zufolge die billige Konkurrenz aus China sowie unzureichende Förderung erneuerbarer Energien in den USA und Europa.

Im Herbst 2025 hatte Meyer Burger den Betrieb an seinen deutschen Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingestellt. Das Inventar wurde versteigert. Rund 600 Mitarbeitende verloren ihre Jobs. In den USA betraf das Aus etwa 300 Beschäftigte. 

Auch bei der Schweizer Muttergesellschaft wurden alle Mitarbeitenden bis auf ein Abwicklungsteam entlassen. Die Meyer Burger-Aktie ging am 14. Januar 2026 von der Börse.

Meyer Burger kommt als Investment nicht mehr in Frage. Welche Aktien aus der Solarbranche derzeit aussichtsreich sein können, erfahren Sie in den Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: So schlagen sich Hersteller von Modulen und Wechselrichtern und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen.

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