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Tesla-Chef Elon Musk: US-Gericht stoppt milliardenschweres Gehaltspaket
Ein US-Gericht hat das milliardenschwere Gehaltspaket von Tesla-Boss Elon Musk für ungültig erklärt. Eigentlich hätte der Manager Aktien im Wert von 56 Milliarden Dollar erhalten sollen. Doch das Gericht befand am Dienstag, dass die dahinter stehende Vereinbarung nicht in einem fairen Verfahren getroffen wurde.
Tesla hatte Musk die Aktienoptionen 2018 in Aussicht gestellt, wenn ambitionierte Zielmarken bei Börsenwert und Geschäftszahlen erreicht werden. Eine Richterin im US-Bundesstaat Delaware befand nun aber, dass Musk bei derVereinbarung des Plans zu viel Einfluss hatte.
Kläger wirft Musk "ungerechtfertigte Bereicherung" vor
Tesla und Musk konnten laut dem Gericht im Prozess nicht zeigen, dass die 2018 vereinbarte Entlohnung "fair" sei. Die Richterin gab daher dem Kläger Recht, einem Kleinaktionär namens Richard Tornetta, der Musk "ungerechtfertigte Bereicherung" vorwirft. Der Tesla-Verwaltungsrat habe mit dem Gehaltspaket seine Verpflichtungen gegenüber dem Elektroautobauer verletzt und einer Verschwendung von Unternehmensvermögen Vorschub geleistet.
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Laut Justizdokumenten hatte Musk über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren Aktienoptionen im Wert von mehr als 52 Milliarden Dollar erhalten, nachdem der Elektroautobauer seine Ziele erreicht hatte. Kleinaktionär Tornetta spricht von der größten Entlohnung, die je einem Manager zugesprochen worden sei. Seine Anwälte begrüßten die Gerichtsentscheidung, gegen die noch Rechtsmittel möglich sind.
Die Verteidigung Musks hatte argumentiert, dass der Gehaltsplan auf faire Weise von einem Komitee aus unabhängigen Verwaltungsräten ausgehandelt worden sei. Der Deal habe zudem hohen Leistungs- und Finanzzielen unterlegen und sei sogar bei einer Aktionärsabstimmung abgesegnet worden, die eigentlich gar nicht vorgeschrieben gewesen wäre. Musk selbst hatte das Gehaltspaket im November 2022 vor Gericht verteidigt. Es sei zu einer Zeit abgeschlossen worden, als Investoren dachten, "dass wir scheitern und Bankrott gehen werden".
Musks aktuelle Beteiligung an Tesla liegt bei etwa 13 Prozent – er hatte im großen Stil Aktien verkauft, um 2022 den Kurznachrichtendienst Twitter für rund 44 Milliarden Dollar zu kaufen. Musk hatte jüngst erklärt, dass er erst die Kontrolle über ein Viertel der Stimmrechte wolle, bevor er das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und Robotern bei Tesla ausweite.
Musk als Nachhaltigkeitsrisiko
Die Zielmarken der Vereinbarung schienen 2018 extrem ambitioniert. Vor allem war eine Voraussetzung, dass Teslas Börsenwert von etwa 50 Milliarden Dollar auf rund 650 Milliarden Dollar steigt. Doch die Euphorie der Anleger wegen des Erfolgs der Kompaktwagen Model 3 und Model Y machte es möglich: In der Spitze war Tesla zwischenzeitlich mehr als eine Billion Dollar wert. Inzwischen hat sich das Absatzwachstum abgeschwächt – der Börsenwert liegt derzeit bei 562 Milliarden Euro.
Die Tesla-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 172,02 Euro (Stand: 31.1.2024, 11:04 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 23,4 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 8,1 Prozent im Plus.
Elon Musk macht mit seinen öffentlichen Äußerungen ein Investment in die Tesla-Aktie bereits seit längerer Zeit zur Gewissensfrage. Und auch die Arbeitsbedingungen bei Tesla sorgen regelmäßig für Protest.
ECOreporter schätzt die Tesla-Aktie zudem nach wie vor als klar zu teuer ein: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei 69, für 2025 bei 49. Halbwegs akzeptabel bewertet war das Papier zuletzt Anfang 2023 bei Kursen knapp über 100 Euro.
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Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T