Bei Veolia laufen die Geschäfte vor allem in den Sektoren Wasser und Abfallentsorgung gut. / Foro: Veolia

  Nachhaltige Aktien

Veolia macht im ersten Halbjahr mehr Gewinn

Der französische Wasser- und Entsorgungskonzern Veolia hat trotz eines leichten Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr 2024 mehr Gewinn erzielt. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.

Veolia erwirtschaftete zwischen Januar und Juni einen Umsatz von 22,14 Milliarden Euro, gegenüber 22,76 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Rückgang lag laut Veolia hauptsächlich an den gesunkenen Verkaufspreisen für Strom – der Konzern ist etwa als Besitzer mehrerer Stadtwerke in Deutschland auch im Energiegeschäft aktiv.

Milliardengewinn als Ziel

Gleichzeitig stieg der Nettogewinn um 10 Prozent auf 731 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 3,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Die guten Geschäfte in den Sparten Wasser und Entsorgung kompensierten demnach die leichte Schwäche im Energiegeschäft. Unter anderem erhielt Veolia zwei große Aufträge für neue Klärwerke in Frankreich und den USA.

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Wie Veolia mitteilte, hat der Konzern im ersten Halbjahr für 1 Milliarde Euro nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte veräußert. Gleichzeitig seien mehrere strategische Zukäufe eingeleitet worden.

Seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen. Veolia erwartet demnach ein "solides organisches Umsatzwachstum". Das EBITDA soll organisch, also ohne Berücksichtigung von Firmenzukäufen und Wechselkursen, um 5 bis 6 Prozent zulegen, der Nettogewinn mehr als 1,5 Milliarden Euro betragen. Auch seine Dividende plant der Konzern zu erhöhen.

Die Veolia-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 27,64 Euro (Stand: 7.8.2024, 11:03 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,7 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 0,8 Prozent eingebüßt.

Veolia ist mit der 2022 abgeschlossenen Übernahme des französischen Konkurrenten Suez zu einem der umsatzstärksten europäischen Wasserversorger und Müllentsorger aufgestiegen. Seine Wachstumsversprechen kann das Unternehmen bislang einhalten und sogar übertreffen. Ein Risiko bleibt der hohe Schuldenstand nach der Suez-Übernahme. Um die Verbindlichkeiten zu reduzieren, verkaufte Veolia etwa Ende 2023 das auf Bau und Wartung von Wasserinfrastruktur spezialisierte Tochterunternehmen Sade-CGTH. ECOreporter berichtete hier.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie liegt für 2024 bei vertretbaren 15, die erwartete Dividendenrendite bei hohen 5,1 Prozent. Für Anlegerinnen und Anleger mit langfristiger Halteabsicht bieten sich weiterhin Einstiegschancen.

Aussichtsreiche Wasser-Investments finden Sie auch in den ECOreporter-Dossiers Nachhaltiges Nass: Bei diesen Wasseraktien lohnt der Einstieg und Müll, Schrott, Recycling: Die besten Aktien der Kreislaufwirtschaft.

Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451

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