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Vossloh: Deutlich mehr Aufträge und Gewinn
Der Schienen- und Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat 2024 einen Rekordauftragseingang sowie eine deutliche Steigerung des Gewinns erzielt. Für 2025 erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung des Wachstums.
Vossloh steigerte den Auftragseingang im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf den Bestwert von 1,4 Milliarden Euro. Neben einer zunehmenden Nachfrage in Europa legten die Bestellungen laut Unternehmen insbesondere in afrikanischen Ländern zu, allen voran Marokko und Algerien. Der Auftragsbestand erreichte zum 31. Dezember 2024 mit 836 Millionen Euro ebenfalls einen neuen Höchstwert.
Dividende steigt, weiteres Wachstum erwartet
Der Umsatz stagnierte mit 1,21 Milliarden Euro etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) überschritt erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder die 100-Millionen-Marke. Der Anstieg von 98,5 auf 105,2 Millionen Euro lag laut Unternehmen hauptsächlich an einem verbesserten Projektmix.
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Netto erzielte Vossloh einen Gewinn von 76,5 Millionen Euro, 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende plant Vossloh von 1,05 Euro auf 1,10 Euro je Aktie zu erhöhen.
Dank des starken Auftragsbestands geht der Konzern für 2025 von einem erneuten deutlichen operativen Wachstum aus und erwartet einen Umsatz zwischen 1,25 und 1,325 Milliarden Euro. Vor allem in China, den USA und Deutschland wird ein spürbarer Umsatzanstieg erwartet. Vor diesem Hintergrund kalkuliert der Vorstand mit einem EBIT von 110 bis 120 Millionen Euro.
Vossloh hat mit dem Kauf des französischen Betonschwellenherstellers Sateba 2024 die bislang größte Transaktion in der Geschichte des Unternehmens eingeleitet. Sollte die Transaktion bis Anfang Mai abgeschlossen sein, könnten Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr laut Vossloh noch deutlich höher ausfallen.
An der Börse kamen die Vossloh-Zahlen gut an, am Donnerstagnachmittag notierte die Aktie 6,2 Prozent im Plus zum Vortag bei 67,20 Euro (Stand: 27.3.2025, 16:48 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 37 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 47,5 Prozent zugelegt.
Aktie im Höhenflug – Risiken bleiben
Die in den letzten Jahren schwankende Vossloh-Aktie hat seit Ende Dezember rasant an Wert gewonnen, in den letzten drei Monaten stieg der Kurs um 47 Prozent. Aktuell notiert das Papier auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Dabei profitierte Vossloh an der Börse zuletzt auch von der Aussicht auf milliardenschwere Infrastruktur-Investitionen durch eine mögliche schwarz-rote Bundesregierung.
ECOreporter rät dennoch zu Vorsicht bei der Aktie. In der Vergangenheit hatte der Konzern immer wieder mit schwankenden Gewinnen zu kämpfen. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen seine Ergebnisse tatsächlich konsequent weiter steigern kann. Und nach den hohen Zugewinnen der letzten Monate wären Rücksetzer bei der Aktie, gerade im Zuge von Gewinnmitnahmen, keine Überraschung. Ein Risiko ist auch, dass der chinesische Markt für Vossloh immer wichtiger wird.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 18 für 2025 zudem nicht niedrig. Nach Einschätzung von ECOreporter bietet sich ein Einstieg aktuell nur für Anlegerinnen und Anleger mit erhöhter Risikobereitschaft an.
Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710
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