Besonders eine schwache Nachfrage aus der Solarbranche macht Wacker Chemie zu schaffen. / Foto: Wacker Chemie

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Wacker Chemie hält Ergebnis stabil – Jahresprognose bestätigt

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie hat trotz einiger Probleme sein Ergebnis im dritten Quartal 2024 zum Vorjahr stabil gehalten. Auch an seiner Jahresprognose hält das Unternehmen trotz des schwierigen Geschäftsumfelds fest. Vor allem die Nachfrage aus der Solarindustrie ist derzeit schwach.

Wacker erzielte zwischen Juli und September ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 152 Millionen Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Konzern blieb allerdings hinter den Markterwartungen zurück: Analysten hatten laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt mit einem EBITDA von 161 Millionen Euro gerechnet.

Wacker bestätigt Prognose

Der Umsatz ging um 6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück, vor allem weil die Nachfrage nach Polysilizium für die Solarindustrie verhalten blieb, wie der Konzern erklärte. Zudem leidet Wacker unter der Schwäche der Bau- und Autoindustrie.

"Ein Großteil unserer Kunden bestellt weiterhin nur zurückhaltend, da sie sich mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert sehen", erklärte Wacker-Chef Christian Hartel. "Das laufende Anti-Dumping-Verfahren der USA gegen Solarprodukt-Importe aus einigen südostasiatischen Ländern sorgt für Verunsicherung in den Märkten." In Asien sei der Umsatz deshalb im dritten Quartal um 22 Prozent eingebrochen. Besser lief nach Angaben des Konzerns das Geschäft mit Polysilizium für die Chipindustrie.

Eine aktuelle Einschätzung der Wacker Chemie-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie für einen Einblick in die Solarbranche das zweiteilige ECOreporter-Dossier Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).

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Seine Prognose für 2024 bestätigte Wacker. Der Umsatz soll in einer Bandbreite von 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro liegen, nach 6,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Dazu erwartet das Management ein EBITDA von 700 bis 800 Millionen Euro nach 824 Millionen Euro 2023. Nach neun Monaten liegt Wacker bei einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und einem EBITDA von 484 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2024 einen Nettogewinn von 117 Millionen Euro.

Die Aktie von Wacker notiert im Xetra-Handel aktuell 0,3 Prozent im Minus zum Freitag bei 84,20 Euro (Stand: 28.10.2024, 9:16 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 25,4 Prozent an Wert eingebüßt.

Aktuell gibt es bei Wacker deutliche Unsicherheiten: Das Unternehmen leidet unter der schwachen Konjunktur, Prognosen für die Solar-, Bau- und Autoindustrie sind derzeit schwierig. In den letzten drei Jahren ging es für den Börsenkurs von Wacker um fast 50 Prozent abwärts. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 19 für 2024 ist gerade angesichts dieser deutlichen Kursverluste allerdings eher hoch.

Bis 2030 will Wacker den Jahresumsatz auf mehr als 10 Milliarden Euro steigern und auch die Margen deutlich verbessern. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 liegt bei guten 2,4 Prozent. ECOreporter sieht die Wacker-Aktie weiterhin als Investment mit erhöhtem Risiko.

Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888

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