Wacker Chemie hofft auf etwas bessere Geschäfte 2024. / Foto: Wacker Chemie

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Wacker Chemie mit Gewinneinbruch – Prognose optimistischer

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie hat im zweiten Quartal 2024 wie erwartet einen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Bei der Gewinnprognose für das Gesamtjahr wird der Konzern aber etwas zuversichtlicher.

Der Umsatz von Wacker sank im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank erwartungsgemäß um 37 Prozent auf 160 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 10,9 Prozent entspricht. Der Jahresüberschuss brach um 70 Prozent auf 35 Millionen Euro ein.

"Erste Signale für eine Belebung der Wirtschaft"

Vor allem das Geschäft mit Polysilizium, das für die Herstellung von Solarmodulen benötigt wird, lief Wacker zufolge schwach. Gut liefen hingegen zuletzt die Geschäfte mit Silikonen in Bereichen wie Industrielacke, Beschichtungen und Textil, so das Unternehmen.

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Das EBITDA für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun am oberen Ende der Spanne von 600 bis 800 Millionen Euro. Der Umsatz soll zwischen 6,0 und 6,5 Milliarden Euro liegen. Die EBITDA-Marge und der Jahresüberschuss werden weiterhin deutlich unter den Vorjahreswerten gesehen. 2023 lag die Marge bei 12,9 Prozent.

Die Wacker Chemie-Aktie notiert im Xetra-Handel aktuell 1 Prozent im Minus bei 100,30 Euro (Stand: 26.7.2024, 10:11 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 3,9 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 26,4 Prozent an Wert eingebüßt.

Wacker hat bereits 2023 deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt und seine Dividende gesenkt. An seinen langfristigen Zielen hält der Konzern aber fest: Bis 2030 will Wacker den Jahresumsatz auf mehr als 10 Milliarden Euro steigern. Die EBITDA-Marge soll über 20 Prozent erreichen. Unter anderem soll sich der Umsatz mit Kunden aus der Chipindustrie verdoppeln. Wacker möchte dafür rund 100 Millionen Euro pro Jahr im Halbleitersegment investieren.

Angesichts der unsicheren Perspektiven ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 22 für 2024 hoch. ECOreporter sieht das Papier als Investment mit erhöhtem Risiko. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 liegt auch nach der Kürzung bei guten 2,4 Prozent. Lesen Sie hier, warum Dividenden keine Geschenke sind.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann.

Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888

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