Noch ist Grönland selbstbestimmt. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF, Fonds / ETF

Was tun, wenn Trump jetzt völlig durchdreht?

Donald Trump ist wild entschlossen, Grönland zu erobern, und könnte endgültig mit allen einstigen Verbündeten der USA brechen. Wie sollten sich nachhaltige Anlegerinnen und Anleger aktuell verhalten?

Trumps Vorgehen wird immer rabiater: Er lässt Staatsoberhäupter entführen und angebliche Drogenschmuggler töten. Hunderttausenden Menschen droht der Tod, weil er die Entwicklungshilfe der USA eingestellt hat. Grönland soll annektiert werden, danach vielleicht Kanada oder halb Mittelamerika. Und die Welt muss den Despoten noch mindestens drei weitere Jahre ertragen.

Das alles verursacht viel Leid und beschädigt nicht nur Demokratien, Sozialstrukturen und Ökosysteme, sondern auch die Wirtschaft. Selbst die in den letzten Jahren erfolgsverwöhnten Finanzmärkte können das nicht mehr verdrängen. Seit Trump sich auch bei Banken und Börsen immer stärker einmischt, wächst dort das Unbehagen und die Gewissheit, dass die gewalttätigen Allmachtsfantasien des Präsidenten letztlich auch den meisten Unternehmen und Verbrauchern schaden.

Die Zeche zahlen (fast) alle

Mittlerweile belegen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, dass Trumps Strafzölle über höhere Preise fast ausschließlich von US-amerikanischen Privathaushalten und Firmen getragen werden. Dass der Präsident jetzt EU-Ländern wegen ihrer Kritik an seinen Grönlandplänen mit weiteren Zöllen droht, lässt die Welt des Geldes empfindlich reagieren: Der breit gestreute US-Aktienindex S&P 500 verlor gestern 2,1 Prozent, der Tech-Index Nasdaq sogar 2,4 Prozent. Manche Marktbeobachter fühlen sich an den April letzten Jahres erinnert, als Trumps erste Zolldrohungen die Börsen zwischenzeitlich stark einbrechen ließen. Profiinvestoren verkaufen bereits wieder im größeren Stil amerikanische Aktien und Anleihen, um ihre Risiken zu senken.

ECOreporter rät Anlegerinnen und Anlegern vor allem eines: Bleiben Sie ruhig! Panikverkäufe waren auch in anderen Krisen meist keine gute Idee. Wie es im Grönlandkonflikt weitergeht, weiß niemand. Vielleicht setzt Trump das Militär ein, vielleicht macht er auch einen Rückzieher und tobt sich irgendwo aus, wo er weniger Schaden anrichtet. Der bald 80-Jährige ist ein notorischer Lügner. Nehmen Sie das, was er sagt, nicht als Grundlage für Anlageentscheidungen – er könnte morgen schon das Gegenteil behaupten.

So sollten Sie jetzt (und eigentlich immer) investieren

Dass Trump der Weltwirtschaft und nicht zuletzt seinem eigenen Land massiv schadet, ist aber unbestritten. Deshalb sollten Sie gerade jetzt besonders darauf achten, Ihre Anlagerisiken zu begrenzen. Und das geht am besten, indem Sie Ihre Investments möglichst breit streuen – über mehrere Anlageklassen mit insgesamt überschaubaren Risiken (Fonds, ETFs, Aktien, Anleihen, Tages- und Festgeld, besser keine Kryptowährungen) und auch über viele Branchen und Regionen. Übrigens eine Strategie, die sich auch in ruhigeren Zeiten empfiehlt.

Lassen Sie sich dabei nicht davon beirren, dass viele Fonds und ETFs einen hohen Anteil US-Wertpapiere enthalten. Die Vereinigten Staaten sind auch weiterhin die größte und wichtigste Volkswirtschaft der Welt. Hier kaum oder gar nicht mehr zu investieren, dürfte sich auf längere Sicht nicht auszahlen. Denn Donald Trump wird nicht ewig US-Präsident bleiben.

Konkrete nachhaltige Ratschläge und Anlagetipps finden Sie unter anderem in diesen ECOreporter-Dossiers:

Augen auf bei der Geldanlage: Welche Fehler Sie in diesen unruhigen Zeiten nicht begehen sollten

Fonds & ETFs: 8 Basisanlagen fürs nachhaltige Depot

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