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Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF
WEB Windenergie: Schwaches Windjahr 2025 – gibt es jetzt Aufwind für die Aktie?
Der Konzern der WEB Windenergie AG musste 2025 aufgrund eines schwachen Windjahres in Kerneuropa Gewinneinbußen hinnehmen. In diesem Jahr soll ein Großprojekt in Kanada fertiggestellt werden. Der Aktienpreis ist nach einer langen Durststrecke wieder gestiegen.
Der Konzern der österreichischen WEB Windenergie AG (W.E.B-Gruppe) erzielte im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von rund 168 Millionen Euro und blieb damit knapp unter dem Niveau des Vorjahres von 170 Millionen Euro. Die Windbedingungen in den europäischen Kernmärkten waren schwach. Daher stieg der Umsatz nicht an, obwohl mehrere Anlagen neu in Betrieb waren.
Besser war der Stromertrag dagegen in Nordamerika. „Dass wir trotz der mehr als herausfordernden Windbedingungen solide Ergebnisse erzielen, zeigt einmal mehr unser stabiles Geschäftsmodell“, erklärt Finanzvorstand Michael Trcka. „Vor allem unsere kanadischen Kraftwerke zeigten deutlich, dass sich geografische Diversifizierung bezahlt macht.“
Gewinnrückgang – Dividendenvorschlag geringer
Ergebnisseitig wirkte sich der fortgesetzte Ausbau des Kraftwerksparks nach Angaben des Unternehmens erwartungsgemäß aus: Sowohl Abschreibungen infolge der Inbetriebnahmen (53,6 Millionen Euro gegenüber 47,7 Millionen Euro im Vorjahr) als auch Zinsaufwendungen (22,7 Millionen Euro gegenüber 18,4 Millionen Euro) sind gestiegen. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 14,7 Millionen Euro nach 20,3 Millionen Euro im Jahr 2024.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen, vom Bilanzgewinn von 15,6 Millionen Euro eine Ausschüttung von 4,8 Millionen Euro (1,50 Euro je Aktie) vorzunehmen.
Neue Windparks und Solaranlagen
2025 hat W.E.B drei Windparks sowie sieben Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. In Österreich wurde der Windpark Spannberg IV realisiert, während in Deutschland die Projekte Grube und Glaubitz RII zur Erweiterung der Kapazität beitrugen. Im Photovoltaikbereich wurde neben sechs Anlagen in Österreich erstmals auch ein Projekt in der Slowakei umgesetzt. Die Investitionen, die vor allem neue und in Bau befindliche Kraftwerke betreffen, beliefen sich im Jahr 2025 auf 180 Millionen Euro.
2025 startete der Bau weiterer Kraftwerke, deren Fertigstellung überwiegend für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Dazu zählen unter anderem das Windenergieprojekt Weavers Mountain in Kanada, mit 94,4 MW das bislang größtes Einzelprojekt in der Unternehmensgeschichte, der Windpark Poilly mit 25,2 MW in Frankreich sowie der Windpark Wörbzig II in Deutschland, bei dem von W.E.B erstmals Turbinen der 7-MW-Klasse eingesetzt werden.
Rückzug aus der E-Mobilität
Nach dem Bilanzstichtag verkaufte die W.E.B aus strategischen Gründen ihre E-Mobilitätstochter ELLA. Damit konzentriert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben künftig noch stärker auf sein Kerngeschäft, die Entwicklung und den Betrieb von Wind- und Photovoltaikkraftwerken. Ein zukünftiger Schwerpunkt liege auf der Integration von Batteriespeichern, um die erzeugte Energie effizienter nutzen zu können. Erste konkrete Projekte, wie ein Batteriespeicher am Standort Grafenschlag, befinden sich laut W.E.B bereits in der Planung, unterstützt durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen in Österreich.
Neuer Aufsichtsrat
Drei langjährige Mitglieder des Aufsichtsrats – Vorsitzender Josef Schweighofer, Stefan Bauer und Martin Zimmermann – werden bei der kommenden Hauptversammlung am 29. Mai nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Dieser Schritt erfolge vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Zugehörigkeit und stehe im Zeichen einer ausgewogenen Weiterentwicklung des Gremiums, die Erfahrung mit neuen Impulsen verbinde. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats sollen mit Birgit Brinda-Schumann und Gabriele Lehner zwei Finanzexpertinnen neu ins Gremium gewählt werden.
Mehrere Anleihen an der Wiener Börse – Analyse von ECOreporter
Im zweiten Halbjahr 2025 hat die WEB Windenergie AG eine Anleihe mit einem Volumen von rund 32,8 Millionen Euro platziert. Auf welche Märkte verteilen sich die Projekte der 4.000-MW-Entwicklungspipeline von W.E.B? Welches Ereignis kann für die Anleihegläubiger und Aktionäre noch an Bedeutung gewinnen? Welche Stärken und Schwächen haben die WEB Windenergie AG und ihr Anleiheangebot?
Wie hat sich der Preis der W.E.B-Aktien entwickelt?
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